Ein Verzicht auf die Ausleihe in Niedersprockhövel kommt nicht in Frage, sagen die Kulturpolitiker, fordern aber ein Konzept um den Leserrückgang zu stoppen.

Sprockhövel. Bei allen Einsparbemühungen - eine Beschränkung der Stadtbücherei auf einen Standort kommt für die Kommunalpolitiker nicht in Frage. Einstimmig entschied der Ausschuss für Sport, Kultur und Freizeit, dass die Empfehlung der Gemeindeprüfungsanstalt, die Schließung des Standorts Niedersprockhövel in Erwägung zu ziehen, nicht weiterverfolgt werden soll. Die GPA hatte auch empfohlen, gesonderte Gebühren für die Ausleihe elektronischer Medien zu erheben, um höhere Einnahmen zu erzielen.

"Dazu wären aber erst einmal Investitionen in den Bestand nötig", sagte Büchereileiter Roman Reinders. Bisher verfüge die Bücherei nur über wenige Hörspiele, CDs und Lernsoftware. Ein Einstieg in den Bereich Computerspiel sei sicher für Jugendliche interessant. "Ich tue mich aber ein wenig schwer damit, ein Sortiment in die Bücherei zu holen, das ursächlich dafür verantwortlich ist, dass Jugendliche weniger lesen", sagte Reinders und traf damit auf Zustimmung.

Allerdings soll er bis Herbst ein Konzept vorlegen, wie der in den vergangenen Jahren erschreckende Rückgang der Ausleih- und Nutzerzahlen in der Stadtbücherei gestoppt werden kann. Wie berichtet hatte es allein im vergangenen Jahr einen Einbruch bei der Ausleihe um rund 10 Prozent gegeben, am stärksten in der Hauptstelle der Bücherei in Haßlinghausen.

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