In der Kirche Haßlinghausen erlebten die Gäste einen überraschenden Kunstgenuss.

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Spielfreude in der Kirche Haßlinghausen: Das Ensemble Cologne Concert Brass begeisterte die Zuhörer.

Spielfreude in der Kirche Haßlinghausen: Das Ensemble Cologne Concert Brass begeisterte die Zuhörer.

Gerhard Bartsch

Spielfreude in der Kirche Haßlinghausen: Das Ensemble Cologne Concert Brass begeisterte die Zuhörer.

Haßlinghausen. Ungewohnte Töne erklangen am Samstag in der evangelischen Kirche Haßlinghausen, als das Ensemble Cologne Concert Brass ihr Konzertjahr eröffnete. "Wir freuen uns, zum zweiten Mal hierher eingeladen worden zu sein", begrüßte Leiter und Dirigent der Brassband, Heinrich Schmidt, die Gäste. Selbst die Oberränge der Kirche waren gefüllt. Hierfür war eigens eine Videoübertragung in der ersten Etage eingerichtet worden. Im vergangenen Jahr waren die Zuschauer der oberen Ränge nur Zuhörer. "Sehen kann man von dort schlecht", erklärt Ismael Klein, Initiator des Neujahrskonzertes im zweiten Jahr.

Die Musikform stammt aus England

Brass, das ist eigentlich eine aus England stammende Musikform. Anders als kontinentale Blasorchester verzichtet die Brassband vollständig auf Holzblasinstrumente. 35 Blechbläser spielen in völliger Harmonie alle Genres, die die Musik bietet. In Großbritannien gibt es rund 4000 Bands der in Deutschland noch wenig verbreiteten Musik.

"Wir arbeiten daran, dass der Bekanntheitsgrad auch in Deutschland steigt", so Klein, dessen Leidenschaft die Brassmusik ist. Er ist Geschäftsführer der Wälzlager-Handelsfirma Fröhlich & Dörken. Seit 2004 produziert das Unternehmen nebenbei Blasinstrumente und sponsert damit sowohl die Band Cologne Concert Brass als auch das Musikprojekt "Jedem Kind ein Instrument", bei dem es jedem Grundschulkind ermöglicht werden soll, sein Wunschinstrument zu erlernen.

Größter Wunsch des Musikfans: Den Brass in Sprockhövel zu etablieren. "Ich würde gerne eines Tages die Deutschen Meisterschaften im Brass nach Sprockhövel holen", erklärte Klein. Wohl ein ehrgeiziges Ziel, doch der zweifache deutsche Meister ist nun bereits zum zweiten Mal in Sprockhövel zu Gast.

Dass die Band Cologne Concert Brass nicht umsonst den Meistertitel trägt, bewies sie in Haßlinghausen eindrucksvoll. Den Zuschauern bot sich mit dem Programm "Cry of the Celts" neben Irischer Musik mit Stücken aus "Lord of the Dance" ein musikalisches Feuerwerk aus Klassik, Pop und Filmmusik.

Das nächste Brasskonzert ist im Sommer geplant. Dann spielt die Youth Brass Band NRW, die sich aus den besten Bläsern ganz Deutschlands zusammensetzt, in Haßlinghausen.

"Es ist unglaublich, wie gefühlvoll diese riesige Band spielt", schwärmte Zuhörerin Anne Karst. Auch Bürgermeister Klaus Walterscheid bedankte sich im Jahr des 40.Geburtstags der Stadt Sprockhövel für das Geburtstagsständchen.

Ein Highlight war noch der Auftritt des Nachwuchsensembles des Musikzugs der freiwilligen Feuerwehr Sprockhövel. "Es ist ein besonderer Anreiz für die Kinder, in diesem Rahmen zu spielen", so Michael Ibing, Leiter des jungen Ensembles.

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