Das Motto: „Bestens versorgt im Nahbereich“. Am 27. September startet die nächste Stadtrundfahrt.

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Stadtführer Jürgen Nath (Mitte) zeigt auch Sprockhövelern noch Neues in der Stadt.

Stadtführer Jürgen Nath (Mitte) zeigt auch Sprockhövelern noch Neues in der Stadt.

Stadtführer Jürgen Nath (Mitte) zeigt auch Sprockhövelern noch Neues in der Stadt.

Im Traditionsrestaurant Auf dem Brink kann Kuchen nach Rezepten von Henriette Davidis probiert werden.

Gerhard Bartsch, Bild 1 von 3

Stadtführer Jürgen Nath (Mitte) zeigt auch Sprockhövelern noch Neues in der Stadt.

Sprockhövel. Was für eine Begrüßung beim ersten Bushalt: Die 27 Teilnehmer der Stadtrundfahrt stehen auf Hof Knippschild am Zaun – unzählige Gänse kommen aufgeregt schnatternd und flügelschlagend angelaufen. Zugegeben, dass Horst Knippschild einen Futtersack mitgebracht hat, trägt dazu bei. „Bestens versorgt im Nahbereich“, dieses Motto hat Stadtführer Jürgen Nath seiner Tour diesmal gegeben. Da bietet sich der Hofladen an der Pötingstraße an.

Sprockhövel als lebendiges Gemeinwesen mit Geschichte

„Dass es ihn gibt, wusste ich“, sagt Martina Graffmann. „Aber da war ich noch nicht.“ Sie löst mit der Tour ein Geschenk ihrer Eltern ein: Sie und ihr Bruder haben Nichtsprockhöveler geheiratet und zeigen ihnen die Umgebung. Es gibt viel zu entdecken, denn Jürgen Nath hat nicht nur Hofläden wie Hof Stock an der Querspange oder Geheimtipps in Sachen Kuchen oder Landmetzgerei zusammengestellt. Auf seiner Tour erlebt man Sprockhövel als lebendiges Gemeinwesen mit Geschichte, und man bekommt viele Möglichkeiten aufgezeigt, wohin ein Ausflug lohnen würde.

Und man bekommt ein umfassendes Bild, vorbei an der Autobahn und entlang eines alten Kohlentreiberwegs, durch neue Siedlungen und zwischen alten Fachwerkhäusern her, über den Sirrenberg, vorbei an alten Steinbrüchen, an der Werkstatt von Steinmetz Henner Gräf und dem Neubau des IGM Bildungszentrums.

Erdgeschichte ist zu sehen, wo Schichten im Fels freigelegt sind, und Historie am Geburtshaus der Frauenrechtlerin Mathilde Franziska Anneke. „Manches kennt man, anderes ist neu“, sagt Sprockhövelerin Astrid Vesper. „Besonders wenn man die Straßen verlässt, auf denen man meistens fährt, und die Nebenstraßen nimmt.“

Aus Wuppertal nach Haßlinghausen gezogen

Ähnlich geht es Renate Reinecke: „Wir sind von Wuppertal nach Haßlinghausen gezogen und wollen uns das Umland anschauen.“ Denn an vielem würde man achtlos vorbei gehen, wenn es einem keiner zeigen würde: Wer weiß schon, dass die Linien aus roten Pflastersteinen am Busbahnhof Niedersprockhövel Grenzen ehemaliger Häuser anzeigen?

Eine Tafel weist auf das Haus hin, in dem Henriette Davidis wohnte, als sie in Niedersprockhövel wirkte. Im Traditionsrestaurant Auf dem Brink können die Teilnehmer Kuchen nach ihren Rezepten probieren – oder einen Kochkurse buchen. Typisch für die Tour: Sie macht Lust, etwas zu unternehmen.

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