Das Jugendamt Sprockhövel denkt über einen höheren Stundensatz für Tagesmütter nach, deren finanzielle Situation sich durch die neue Gesetzeslage seit dem 1. Januar verschlechtert hat.

Sprockhövel. Seit 1. Januar müssen auch alle Tagesmütter, die über die Jugendämter der Städte vermittelt werden, Steuern und ab 330 Euro monatlichem Verdienst auch Krankenversicherungsbeiträge bezahlen. Der ohnehin karge Stundenlohn wird netto dadurch noch einmal reduziert.

3,50 Euro pro Stunde bezahlt das Jugendamt Sprockhövel derzeit für seine 15 Tagesmütter, denkt aber darüber nach, den Satz aufgrund der neuen Gesetzeslage aufzustocken. "Wir werden das demnächst der Politik vorschlagen", sagt Sachgebietsleiterin Ilse Crefeld. Schließlich setzt das Jugendamt beim Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren unter anderem auf Tagesmütter und befürchtet, dass der gerade aufgebaute Mütterstamm wieder schrumpfen könnte.

Anrufe von besorgten Frauen beim Jugendamt gab es bereits. Der Inhalt war immer der selbe. "Ich muss erst überlegen, ob sich das jetzt für mich noch lohnt." Hingeschmissen habe bisher allerdings noch niemand. "Ich bin sehr froh, dass wir so verantwortungsvolle Tagesmütter haben", sagt Ilse Crefeld. Sie sieht aber schnellen Handlungsbedarf.

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