Planung wird nach Jahren konkret. Barrierefreies Wohnen und Einfamilienhäuser sind geplant.

Gut vier Hektar groß ist die Fläche Im Beisenbruch zwischen Firma Hauhinco und Brinkerstraße.
Gut vier Hektar groß ist die Fläche Im Beisenbruch zwischen Firma Hauhinco und Brinkerstraße.

Gut vier Hektar groß ist die Fläche Im Beisenbruch zwischen Firma Hauhinco und Brinkerstraße.

UweSchinkel

Gut vier Hektar groß ist die Fläche Im Beisenbruch zwischen Firma Hauhinco und Brinkerstraße.

Niedersprockhövel. Schon vor mehr als zehn Jahren sollte die rund vier Hektar große Wiese "Im Beisenbruch" bebaut werden. Damals fehlte ein Kanalanschluss. Nachdem es den mit dem Hauptsammler Nord nun bald gibt, zeigte einer der beiden Grundstückseigentümer wenig Interesse an der Bebauung. Doch nun werden die Planungen konkret, ist das Bebauungsplanverfahren wieder aufgegriffen worden.

Zwischen 56 und 61 Wohneinheiten - die meisten in Einfamilien- und Doppelhäusern - dazu bis zu 18 Mehrfamilienhäuser sehen die drei Varianten vor, die die städtische Planungsamt ausgearbeitet hat. Nach der Politik sollen sie jetzt bei einer vorgezogenen Bürgerbeteiligung auch den Anliegern vorgestellt werden.

Bauprojekt lässt sich in zwei Abschnitten verwirklichen

Um bei einer möglichst schnellen Realisierung nicht von dem zweiten Grundeigentümer abhängig zu sein (der soll inzwischen nicht abgeneigt sein), wurde so geplant, dass theoretisch in zwei Teilabschnitten gebaut werden kann. Die benachbarte Firma Hauhinco, Eigentümer des einen Grundstücksteils, möchte das Gelände zügig vermarkten.

Die Stadt wiederum hat angesichts der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung großes Interesse daran, neue Familien nach Sprockhövel zu holen und barrierefreien Wohnraum für die steigende Zahl der älteren Sprockhöveler zu schaffen. Das soll in noch größerem Stil nur 100 Meter weiter auch im geplanten Neubaugebiet Riepelsiepen geschehen, wo angelehnt an den Radweg mehr als 100 Wohneinheiten entstehen könnten.

"Beide Verfahren laufen parallel. Wenn es zügig geht, könnte Ende 2010, Anfang 2011 der erste Spatenstich stattfinden", sagt Baudezernent Bernd Woldt. Es gilt allerdings auch, auf die Bedenken der Anlieger einzugehen. An der Beisenbruchstraße handelt es sich schließlich um eine Bebauung in zweiter Reihe.

Zu einem Informationsabend zu den Plänen für die Bebauung des Freigeländes an der Beisenbruchstraße lädt die Verwaltung für Montag, 16.Juni, um 19 Uhr ins Foyer der Glückauf-Halle ein.

An dem Abend sollen die drei Bebauungsvarianten vorgestellt und im Rahmen einer vorzeitigen Bürgerbeteiligung Anregungen und Bedenken gesammelt werden.

Durch beide Gebiete muss außerdem mit mehr Verkehr in der Bahnhofs-, der Brinker- und der Hölterstraße gerechnet werden. Ein Gutachter rechnet durch das Gebiet Riepelsiepen mit bis zu 1000 zusätzlichen Fahrzeugbewegungen täglich, durch das Baugebiet Im Beisenbruch mit etwa 350. Vorläufiges Ergebnis seiner Untersuchung: Die vorhandenen Straßen können das aufnehmen, ebenso wie die Wuppertaler Straße, auf die der Verkehr aus den Wohngebieten abgeleitet wird.

Das Neubaugebiet Im Beisenbruch kann laut Planung sowohl von der Hölter- als auch von der Brinkerstraße aus erreicht werden, eine Variante sieht eine durchgehende Erschließungsstraße vor, eine andere ist jeweils in der Mitte ein Wendehammer vorgesehen. Spielplätze gibt es in allen Varianten, und zwar nicht nur für Kinder, sondern auch für Senioren.

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