Sportverein, Schule und Kindergarten arbeiten eng zusammen.

Auch ein rasantes Kettcar-Rennen auf dem Schulhof gehörte zum Programm des Benefizfestes.
Auch ein rasantes Kettcar-Rennen auf dem Schulhof gehörte zum Programm des Benefizfestes.

Auch ein rasantes Kettcar-Rennen auf dem Schulhof gehörte zum Programm des Benefizfestes.

Gerhard Bartsch

Auch ein rasantes Kettcar-Rennen auf dem Schulhof gehörte zum Programm des Benefizfestes.

Hiddinghausen. Sport verbindet, ist gesund und fördert die Integration? „Neben Kunst und Musik ist Sport dafür prädestiniert, gemeinsame Aktivitäten zu fördern. Das ist praktische Inklusion“, sagt die Schulleiterin der Förderschule Hiddinghausen für geistige Entwicklung, Johanna Engels. Bei dem Stichwort Inklusion möchte Engels nicht bloß an die aktuelle Schulentwicklung erinnern, sondern direkt vor Ort – in Hiddinghausen – ansetzen: „Was derzeit überall diskutiert wird, funktioniert hier schon seit mehreren Jahrzehnten.“

Der Märkische Turngau hat das integrative Konzept schon prämiert

Dazu trage vor allem der TuS Hiddinghausen bei, mit dem die Förderschule seit vielen Jahren kooperiert. Kein Wunder, dass anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Turnsport-Abteilung des Vereins auch die Förderschule berücksichtigt wurde. Am Samstag lud der TuS zur Benefizveranstaltung auf den Schulhof an der Langenbruchstraße ein.

Schon von weitem ist Kinderlachen zu hören. Die Sonne strahlt. Auf dem Schulhof herrscht buntes Treiben: Kinder des evangelischen Kindergartens singen, Schüler der Förderschule veranstalten ein rasantes Kettcar-Rennen. Mit Clown Charly wird es lustig.

Trotzdem ist der Veranstalter des Spektakels und Vorsitzende des TuS Hiddinghausen, Heinrich Kruse, nicht vollends zufrieden: „Es ist schade, dass nur wenige Kinder der Förderschule gekommen sind.“

Dabei hatte sich Kruse viel von der Veranstaltung am Wochenende versprochen: „Wir sind ein kinderfreundlicher Verein und versuchen so häufig wie möglich, die Kinder beider Einrichtungen über den Sport zusammenzubringen.“ Seit vielen Jahren kooperieren, Förderschule, Kindergarten und Sportverein miteinander. Für das integrative Konzept habe der TuS beim Dachverband (dem Märkischen Turngau Hagen e.V.) sogar den dritten Platz im Bereich der Netzwerkbildung im Vereinsregister belegt, sagt Kruse.

Als Grund für die geringe Teilnahme der Förderschüler sah Schulleiterin Johanna Engels die zum Teil weiten Fahrstrecken: „Wir sind für den ganzen Ennepe-Ruhr-Kreis zuständig.“

Für die Benefizveranstaltung zugunsten der Förderschule und des Kindergartens waren am Ende beide Parteien dankbar.

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