Mit einem Empfang wurde Michael Hayungs als neuer Pfarrer der evangelischen Gemeinde begrüßt.

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Auch Bürgermeister Klaus Walterscheid begrüßte „Rückkehrer“ Michael Hayungs (r.).

Auch Bürgermeister Klaus Walterscheid begrüßte „Rückkehrer“ Michael Hayungs (r.).

Gerhard Bartsch

Auch Bürgermeister Klaus Walterscheid begrüßte „Rückkehrer“ Michael Hayungs (r.).

Haßlinghausen. „Michi, warum gehst du?“ hatte der Stoffrabe Berti aus der Kindergottesdienstgruppe Michael Hayungs gefragt, als der Synodalvikar im Jahr 2009 Sprockhövel den Rücken kehrte, um seine Pfarrstelle in Herzebrock-Clarholz anzutreten. Jetzt hatte Berti etwas anderes zu sagen: „Einfach spitze, dass du da bist. Diesmal bleibst du aber länger!“

Rappelvoll war das Martin-Luther-Haus am Sonntagnachmittag beim Empfang des neuen Pfarrers für Haßlinghausen, Herzkamp und Silschede. Und auch beim Einführungsgottesdienst zuvor in der Kirche, mit Kirchenchor und Posaunenchor, war soviel Andrang, dass einige Gemeindemitglieder sogar auf der Treppe sitzen mussten.

Seine alte Gemeinde lässt ihn nur ungern ziehen

Im Martin-Luther-Haus hatten an den langen Kaffeetafeln hiesige Gemeindeglieder neben Gästen aus der Versöhnungsgemeinde Platz genommen, in der Hayungs bisher seinen Pfarrdienst geleistet hat. Dass die Ostwestfalen ihn nur ungern ziehen ließen, konnte man mehr als einmal hören.

„Ihr wisst, was ihr an ihm habt. Wir wissen, was wir an ihm hatten“, sagten seine früheren Kollegen. Genauso groß wie die Freude der Haßlinghauser ist, dass Hayungs „ja“ gesagt hat, als sie ihn fragten, ob er die Nachfolge von Manfred Berger antreten wolle, war die Trauer über seinen Weggang aus Herzebrock-Clarholz. Auf viele herzliche Grußworte hatte Hayungs zu antworten, nicht nur des Raben Berti, unter anderem auch des Superintendenten Hans Schmitt und des Bürgermeisters Klaus Walterscheid.

„Das ist nicht einfach eine Wiederkehr“, sagte Hayungs zu den vielen Empfangsgästen. „Ich komme in eine ganz andere Gemeinde. Wir sind in einem Prozess, in dem sich Kirche radikal verändert.“ Dabei solle man dem Alten nicht nachtrauern, sondern das Neue angehen – und zwar gemeinsam. Das wünscht er sich für die Zukunft. Michael Hayungs: „Ich will von Herzen euer Pfarrer sein.“

Superintendent Hans Schmitt erinnerte daran, dass Michael Hayungs in der Haßlinghauser Kirche ordiniert und mit seiner Frau Frauke getraut wurde. „Deine erste Aufgabe als Pfarrer ist es, für die Menschen da zu sein und zu predigen“, erklärte Schmitt und ermutigte Pfarrer Hayungs aber auch, immer wieder Auszeiten zu nehmen: „Wer unterwegs ist, sollte auch rasten.“

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