Der Landgasthof „Auf dem Brink“vertritt in einem neuen Genuss-Führer von Slow Food das Bergische Land.

Auszeichnung
Freuen sich über die Auszeichnung: Olaf Altenhain, Francesca Pucciano, Rosita Peloso und Margret Wehning.

Freuen sich über die Auszeichnung: Olaf Altenhain, Francesca Pucciano, Rosita Peloso und Margret Wehning.

Andreas Fischer

Freuen sich über die Auszeichnung: Olaf Altenhain, Francesca Pucciano, Rosita Peloso und Margret Wehning.

Herzkamp. „Genussführer Deutschland 2014“ heißt der Band, den der Verein Slow Food jetzt im Oekom Verlag herausgebracht hat. 300 Gasthäuser stellt er darin vor, sechs davon kommen aus dem Bergischen Land, einer davon aus Sprockhövel: der Landgasthof Auf dem Brink.

Auch Bürgermeister Klaus Walterscheid war zugegen, als Vertreter des Vereins der Leitung des Hauses, Rosita Peloso und Olaf Altenhain, gestern Urkunde und Plakette überreichten.

Slow Food will mit Traditionspflege ein Gegenentwurf zu Fast Food sein

Ein Führer zu Gasthäusern, in denen regionale Kochkultur gepflegt wird, in denen frische Zutaten im Einklang mit den Jahreszeiten auf den Tisch kommen, soll der Band sein, so die Leiterin des Conviviums Bergisches Land, Margret Wehning. Dem Gast gibt der Führer die Möglichkeit, Besonderes zu entdecken.

Darunter können alte Sorten von Obst und Gemüse sein oder Fleisch von alten Haustierrassen. Darüber hinaus baut der Verein Netzwerke auf, um entsprechende Erzeuger und Betriebe zusammen zu bringen.

Altenhain: „Es ist gut, die Menschen zu kennen, die mit ihren eigenen Händen die Lebensmittel schaffen.“ Regional heißt dabei nicht, dass ausschließlich Bergisches verwendet wird. Regional kann auch bedeuten, dass eine alte Linsenart verwendet wird, die im Süddeutschen rekultiviert wird.

400 Mitglieder von Slow Food haben sich an der Erstellung des Genussführers 2014 beteiligt und getestet, wo sich Restaurants finden, die im Sinne des Vereins kochen.

1860 wurde Auf dem Brink gegründet, Kohlentreiber kehrten hier ein, Ausflügler aus dem Tal an der Wupper kamen, im Herbst wurde geschlachtet. Regionale Tradition also auch in der Geschichte.

Fast Food, Convenience-Produkte und Lebensmittelindustrie wirken auf die Lebensart des Menschen, Slow Food bemüht sich da um einen Gegenentwurf. In diesem Sinne sieht Altenhain, der das Haus in sechster Generation führt, sein Restaurant als Kulturstation, wo handwerkliche Tradition gepflegt wird, traditionelle Rezepte dabei an die Gegenwart angepasst werden und wo die Rolle des Essens in der Gesellschaft hinterfragt wird.

Auch Tierschutz und Nachhaltigkeit sollen eine Rolle spielen – und Menschen sollen hier zum gemeinsamen Genuss zusammenkommen.

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