Abschied: Synodal-Vikar Michael Hayungs erhält in Rheda- Wiedenbrück eine eigene Pfarrstelle.

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Seine Pfarrer-Kollegen Manfred Berger, Thomas Bracht (v.l.) und Kai Hegemann (r.) sowie viele Gemeindemitglieder bereiteten Michael Hayungs im Martin-Luther-Haus einen herzlichen Abschied.

Seine Pfarrer-Kollegen Manfred Berger, Thomas Bracht (v.l.) und Kai Hegemann (r.) sowie viele Gemeindemitglieder bereiteten Michael Hayungs im Martin-Luther-Haus einen herzlichen Abschied.

Gerhard Bartsch

Seine Pfarrer-Kollegen Manfred Berger, Thomas Bracht (v.l.) und Kai Hegemann (r.) sowie viele Gemeindemitglieder bereiteten Michael Hayungs im Martin-Luther-Haus einen herzlichen Abschied.

Haßlinghausen. Stoffrabe Berti, Kunstfigur aus der Kindergottesdienstgruppe, krächzte: "Michi, warum gehst Du?" Pfarrer-Kollege Kai Hegemann dichtete in Anspielung auf die donnerstäglichen Dienstbesprechungen den Liedvers: Ohne Dich sind wir verwirrt und unstrukturiert, bleib Michael." Doch am Dienstag hieß es loslassen für die evangelische Gemeinde Haßlinghausen/Herzkamp. Vor fast 200 Gemeindemitgliedern, mit Kirchen- und Posaunenchor und herzigen Grußworten wurde Michael Hayungs im Martin-Luther-Haus verabschiedet. Als Pfarrer im Entsendungsdienst unterstützte er mehr als vier Jahre lang Pfarrer Manfred Berger, damit der seine Aufgabe als Superintendent des Kirchenkreises wahrnehmen kann. Nun hat der 33-Jährige seine eigene Gemeinde bei Rheda-Wiedenbrück erhalten.

"Alle waren von Anfang an sehr freundlich zu mir, da war es leicht sich wohlzufühlen", dankte ein bewegter Michael Hayungs für die Zeit in Haßlinghausen. "Er war unkompliziert und hat alle Ideen sofort angepackt", gab Manfred Berger zurück. Grundsätzlich sei der Synodaldienst ein Geschenk für eine Gemeinde, weil er mit neuen Personen immer neue Sichtweisen eröffne. Wechsel auf einer Pfarrstelle seien dagegen selten.

Hayungs belebte die Jugendferienreisen neu, kümmerte sich neben den üblichen Gemeindetätigkeiten um Kindergottesdienstgruppe, Konfirmanden und Schulgottesdienst. Dass der Lange (2,05 Meter) mit dem Zopf "immer etwas zu gut für uns angezogen war", frozzelte Kai Hegemann, einst auch Synodal-Vikar in Haßlinghausen, bevor er die Pfarrstelle in Herzkamp bekam. "Ich habe zuvor im Öffentlichkeitsreferat in Bochum gearbeitet, da gewöhnt man sich das an", klärte Hayungs auf. Der Abschied aus Haßlinghausen falle ihm nicht leicht, aber weil die Stelle im Entsendungsdienst zeitlich begrenzt sei, habe er sich schon länger nach einer eigenen Pfarrstelle umgesehen. "In Herzebrock-Clarholz hatte ich erstmals das Gefühl, dass ich das gegen Haßlinghausen eintauschen möchte." Mit Ehefrau Frauke wird er Ende September dorthin ziehen und zum 1. Oktober seine Stelle antreten. Sie muss pendeln, da sie eine halbe Stelle an der kirchlichen Hochschule Wuppertal behält.

Wann die evangelische Gemeinde Haßlinghausen wieder einen Synodal-Vikar zur Unterstützung von Pfarrer und Superintendent Manfred Berger bekommt, ist noch nicht klar. Das Landeskirchenamt ist eingeschaltet. Berger ist bis 2012 Superintendent: "Schlimmstenfalls kann es Mai werden, wenn wieder neues Personal eingestellt wird."

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