St. Josef: 29 Mitglieder der Gemeinde nutzten die Herbstferien für eine Rom-Reise mit Papst-Audienz. Die Pilgergruppe aus Haßlinghausen war über Lautsprecher begrüßte worden.

Haßlinghausen/Rom. Rom ist immer eine Reise wert. Mit diesem sicheren Gefühl kehrten 29 Pilger der Haßlinghauser Gemeinde St.Josef jetzt aus der ewigen Stadt am Tiber zurück. Dort hatten sie sich fünf Tage lang auf die Spuren von geistlicher und weltlicher Geschichte gemacht.

Einen perfekten Reiseführer gab dabei Pastor Burkhard Schmelz ab. Für den 36-jährigen war es zwar die erste Reise mit seiner neuen Gemeinde, allerdings schon seine achte Rom-Fahrt.

"Die Atmosphäre in der Gruppe war hervorragend und wurde immer dann noch gesteigert, wenn es Wetterinformationen von zu Hause gab", berichtet Schmelz. Während die Daheimgebliebenen frieren mussten, konnten die Pilger in Rom bei Temperaturen knapp über 20 Grad die Jacke schon mal auslassen.

Auf dem Petersplatz Auge in Auge mit Benedikt XVI.

Auch bei der allmittwöchlichen Papstaudienz auf dem Petersplatz hatten die Haßlinghauser Wetterglück, denn just als Benedikt VXI. in seinem Mobil auf den von Menschenmengen gefüllten Platz rollte, kam die Sonne heraus. Die Pilgergruppe aus Haßlinghausen war zu diesem Zeitpunkt bereits über Lautsprecher begrüßte worden.

"Es waren so viele deutsche Pilgergruppen da, dass die nicht alle während der Papstansprache genannt werden konnten, weil sonst die Pilger aus anderen Ländern benachteiligt worden wären", erklärt das Gemeinderatsvorsitzender Manfred Berretz. In nur sechs Metern Entfernung fuhr der Papst an den Haßlinghausern vorbei.

Dicht gedrängtes Besichtigungsprogramm

Für das berühmte Ritual auf dem Petersplatz hatten die sich natürlich Zeit gelassen. Ansonsten war das vom Pilgerbüro Rom organisierte Besichtigungsprogramm dicht gedrängt. Die Katakomben gehörten ebenso dazu wie die vier Papstkirchen Lateran-Basilika, St.Paul vor den Mauern, Santa Maria Maggiore, Petersdom sowie natürlich dem Forum Romanum und weiteren Stätten des ehemaligen Römerreichs.

"Einfach Klasse war der uns zugeteilte Reiseführer Roland Karl, der selbst seit 15 Jahren in Rom lebt", berichtet Berretz. Ausführlich und auf unterhaltsame Weise erzählte der beispielsweise, dass die Überlieferungen, dass Christen einst in den Katakomben lebten, um sich vor Verfolgern zu verstecken, wohl so nicht ganz stimmen konnten, weil einst die Ausdünstungen in diesen unterirdischen Grabstätten zu groß gewesen sein müssen.

15 Minuten zu spät - da musste die Messe ausfallen

Auch die Legende, dass eine Kirche zu Ehren der Heiligen Maria an der Stelle errichtet wurde, wo am 5. August 321 Schnee gefallen sein soll, durfte nicht fehlen. Über Santa Maria Maggiore berichtete der Reiseführer so ausführlich, dass die Gruppe die Zeit vergaß und 15 Minuten zu spät zur Messe erschien, die für die Haßlinghauser vorgesehen war.

Der Priester der Kirche gab sich streng und ließ die Messe nicht mehr zu, weil sonst die nächste Pilgergruppe hätte warten müssen. So blieb die am Anreisetag von Pastor Schmelz in einer Seitenkapelle von St. Paul vor den Mauern gehaltene Messe für die Haßlinghauser die einzige auf ihrer Rom-Reise. Berretz dazu: "Wir haben ja sehr viele Kirchen besichtigt, das gleicht es etwas aus."

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