Die Artothek hat ihren Fundus erheblich erweitert und verleiht nun an Privatleute.

Übergabe
In der Artothek werden Bilder verliehen, die das eigene Wohnzimmer oder ein Firmenbüro schmücken können. Christoph Terkuhlen, Karin Hockamp und Daniel Rasche (v. l.) präsentierten die Werke.

In der Artothek werden Bilder verliehen, die das eigene Wohnzimmer oder ein Firmenbüro schmücken können. Christoph Terkuhlen, Karin Hockamp und Daniel Rasche (v. l.) präsentierten die Werke.

Uwe Schinkel

In der Artothek werden Bilder verliehen, die das eigene Wohnzimmer oder ein Firmenbüro schmücken können. Christoph Terkuhlen, Karin Hockamp und Daniel Rasche (v. l.) präsentierten die Werke.

Haßlinghausen. Der Holzschnitt ist in Schwarz, Weiß und Grau gehalten, strahlt aber eine eigenartige Leichtigkeit und Heiterkeit aus: Poseidon mit seinem Dreizack über einer Hafenszene, Wind bläht die Segel der kleinen Boote, ein Paar steht umschlungen im Vordergrund.

Der Druck, der die Nummer 161 von 290 trägt, ist ein Original von Grieshaber. Und könnte bald in einem Sprockhöveler Wohnzimmer hängen. Oder einem Firmenbüro eine ganz eigene Note geben. Denn er wird demnächst zum Ausleihbestand der Artothek gehören. Die kann jetzt dank einer Leihgabe der Sparkasse und einer Leihgabe von Horst Maylandt ihren Fundus erheblich erweitern.

Werke auch von heimischen Künstlern

33 Werke steuert die Sparkasse bei, neben zwei Grieshabern unter anderem Werke von Michel Seuphor, Willbrod Haas oder Egon Stratmann aus Hattingen. Elf Werke sind von Inge Maylandt, die in der heimischen Kunstszene aktiv war. Mindestens eines ihrer Bilder kennt man, wenn man nach 2000 in Sprockhövel geheiratet hat – es hängt im Trauzimmer des Standesamtes.

Horst Maylandt konnte nicht zur offiziellen Übergabe in die Artothek im Haus der Stadtbücherei kommen. Für die Sparkasse waren ihr Vorstandsvorsitzender Christoph Terkuhlen und Daniel Rasche vom Vorstand anwesend. Die sahen mit frohen Augen auf die neue Heimat ihrer Bilder, die zum Teil für die eigenen Räumlichkeiten, zum Teil zum Sponsering von Künstlern angeschafft worden waren.

„Das entspricht unserem Selbstverständnis als Sparkasse aus Sprockhövel für Sprockhövel“, sagte Terkuhlen. Im Übrigen sei er beeindruckt, sagte er mit einer Verbeugung in Richtung Karin Hockamp, mit wieviel Kenntnis die Abgesandten der Kunst- und Kulturinitiative ihre Auswahl getroffen hätten.

Bilder müssen noch gerahmt und archiviert werden

Die Artothek, Gevelsberger Straße 13, wird von der Kunst- und Kulturinitiative Sprockhövel und der Stadt betrieben.

Sie beträgt drei Monate. Pro Kunstwerk zahlen Privatpersonen fünf Euro, gemeinnützige Institutionen zehn Euro, gewerbliche Unternehmen zahlen 25 Euro für die Kunst.

Die Werke sind über die Artothek versichert.

„Einiges ist noch zu tun“, sagte Karin Hockamp, „einige Werke müssen wir noch rahmen, archivieren, Aufhänger besorgen. Und wir alle haben ja noch andere Berufe. Aber wir tun, was wir können.“

Was nicht wenig ist, denn die Artothek – ihr Bestand und ihre Räumlichkeiten – werden Schritt für Schritt ausgebaut. Wer sich zurzeit ein Bild ausleihen möchte, kann, die Neuzugänge noch nicht mitgerechnet, aus rund 80 Werken wählen.

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