10 890 Personen waren 2017 durchschnittlich arbeitslos. Die Kräftenachfrage ist gesunken.

EN-Kreis/Sprockhövel. Zum Jahresende stieg die Arbeitslosigkeit im Ennepe-Ruhr-Kreis leicht an: Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Vormonatsvergleich um 25 auf 10 310. Diese Entwicklung ist für das Jahresende durch die einsetzende Winterpause nicht ungewöhnlich. Die Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent veränderte sich dadurch nicht. Vor zwölf Monaten waren es 6,4 Prozent.

Insgesamt lag die Arbeitslosenzahl um 548 niedriger als ein Jahr zuvor. „Der Arbeitsmarkt im Kreis ist nach einem überwiegend guten Jahr weiter in stabiler Verfassung. Für den Januar steht aber der jahreszeitlich bedingte größere Anstieg der Arbeitslosigkeit bevor“, so Marcus Weichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen. „Neues gibt es von der Beschäftigung zu berichten. Nach den aktuellen Daten gibt es in den EN-Städten insgesamt mehr als 105 600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 1500 oder 1,4 Prozent mehr als vor einem Jahr und sogar 6680 oder 6,7 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Das ist in Relation zu den Nachbarregionen durchaus beachtlich.“ Weichert betont außer der Arbeit des eigenen Hauses auch die gute Zusammenarbeit mit Unternehmen, Verbänden, Kammern und weiteren Akteuren am Arbeitsmarkt.

Kräftenachfrage zum Jahreswechsel rückläufig

Im Ennepe-Ruhr-Kreis wurden im Dezember 593 Stellen neu gemeldet, 134 weniger als noch im Vormonat. Dies waren aber 56 mehr als vor einem Jahr. Den größten Bedarf hatten weiter Leiharbeitsunternehmen und das Gesundheitswesen. In der Jahresbetrachtung erhöhte sich der Kräftebedarf im Kreis gegenüber 2016 deutlich. Im Jahr 2017 gab es insgesamt 8310 Stellenangebote, 1729 oder 26,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Red

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