Polizei und Betroffene stufen die geäußerte Bedrohung gegenüber fünf Schulen im Kreisgebiet nicht als ernsthaft ein.

Auch die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Sprockhövel erhielt am Donnerstagmorgen einen Drohanruf.
Auch die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Sprockhövel erhielt am Donnerstagmorgen einen Drohanruf.

Auch die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Sprockhövel erhielt am Donnerstagmorgen einen Drohanruf.

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Auch die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Sprockhövel erhielt am Donnerstagmorgen einen Drohanruf.

EN-Kreis/Sprockhövel. Gleich fünf Schulen im Ennepe-Ruhr-Kreis, darunter auch die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule, erhielten am Donnerstagmorgen in der kurzen Zeitspanne zwischen 7.30 und 8 Uhr Anrufe, in denen ein oder mehrere Täter teilweise in akzentfreiem aber auch akzentuiertem Deutsch mit Gewalttaten an den Schulen drohten.

Die Polizei wertet den Vorfall nicht als Dummer-Jungen-Streich

„Teilweise haben die Schulen sofort wieder aufgelegt, als sie Ungereimtheiten feststellten“, berichtet Polizeisprecher Klaus Vietor, der betont, dass auch die Polizei die Bedrohung nicht als ernsthaft einstuft. Trotzdem sind – in Absprache mit den jeweiligen Schulen – zunächst die auf der Grundlage der bestehenden Kriseninterventionspläne vorgesehenen polizeilichen Maßnahmen eingeleitet worden. Dabei habe sich gezeigt, dass alle Beteiligten die abgestimmten Vorgehensweisen kennen.

„Der letzte Streifenwagen ist aber schon um 8.45 Uhr wieder von seiner Einsatzstelle abgerückt“ berichtet Vietor. Auch wenn die Polizei nicht von einer Ernsthaftigkeit der Drohungen ausgeht, werde der Vorfall nicht als Dummer-Jungen-Streich bewertet. Vielmehr verfolge die Kriminalpolizei jetzt die vorhandenen Ermittlungsansätze, um die Anrufer zu ermitteln.

Dabei geht man derzeit von vermutlich zwei Tätern aus, bei denen es eine gemeinsame Schnittmenge mit allen betroffenen Schulen geben könnte. Weitere Anrufe gingen in der Pestalozzischule, der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule und der Gustav-Heinemann-Hauptschule in Schwelm und im Berufskolleg Ennepetal ein. Den Anrufern – wie auch möglichen Nachahmern – wird eine Störung des öffentlichen Friedens durch Vortäuschung einer Straftat vorgeworfen. Wer Hinweise auf die Täter geben kann, wird gebeten, sich an eine örtliche Polizeidienststelle zu wenden. wow

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