Kultur und Wein: Volker Gerling lässt Menschen durch Foto-Folgen wieder lebendig werden.

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Volker Gerling porträtiert Menschen mal etwas anders.

Volker Gerling porträtiert Menschen mal etwas anders.

Gerhard Bartsch

Volker Gerling porträtiert Menschen mal etwas anders.

Herzkamp. Daumenkinos? Die kennt man aus Kindertagen: Lustige Bücher mit Einzelbildern, die, wenn man sie schnell blättert, eine fortlaufende Bildfolge ermöglichen, etwa ein Fußball, der am Ende im Tor landet.

Doch sind die Taschenkinos nicht nur Kinderkram: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kultur und Wein im Dorf" der Bürgergemeinschaft, die gerade in die zweite Spielzeit startet, präsentierte am Samstag Volker Gerling sein verblüffendes Programm "Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt" rund um das Daumenkino. Das evangelische Vereinshaus war bis auf den letzten Platz besetzt. Volker Gerling, er selbst nennt sich Daumenkinomatograph, und sein Taschenkino sind mittlerweile legendär.

Nachdem Gerling in Potsdam ein Film- und Kamerastudium absolviert hatte, ging er 2003 auf Wanderschaft - quer durch Deutschland. Seither liegen rund 3000 Kilometer hinter ihm.

Doch der Daumenkinomatograph reist nicht ohne Grund: Auf seinen Wanderschaften begegnen ihm Menschen, die er in Form eines fotografischen Daumenkinos porträtiert. "Der Gedanke, das zu machen, kam mir während meines Studiums", erklärt Gerling. Seine Geschichten drehten sich um skurrile, ernste und spannende Begegnungen: Ob der "alte Mann mit Baseballkappe", "Freunde auf der Straße" oder "Mädchen mit Sommersprossen" - wenn Gerling die Fotos auf der Bühne abblättert, werden sie für einen Moment wieder lebendig.

Die Zuschauer waren fasziniert - die Flüchtigkeit des Moments und die menschliche Begegnung hatten überzeugt. Lob gab´s auch von Bürgergemeinschaftsmitglied Holger Wanzke: "Das war wirklich toll. Einfach spitze."

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