Grüne erläuterten bei einem Spaziergang die Planung für die Umgehungsstraße.

Grüne erläuterten bei Spaziergang Planung für die Umgehungsstraße.
Alexander Karsten (Grüne) erklärt den Teilnehmern, welche Bauarbeiten für die neue Straße geplant sind.

Alexander Karsten (Grüne) erklärt den Teilnehmern, welche Bauarbeiten für die neue Straße geplant sind.

Stefan Fries

Alexander Karsten (Grüne) erklärt den Teilnehmern, welche Bauarbeiten für die neue Straße geplant sind.

Sprockhövel. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen: Die Grünen hatten am Samstag zu einem „L70n -Spaziergang“ eingeladen, um die Bürger „wertfrei“ – wie ausdrücklich betont wurde – über die Planungen der teils begrüßten, teils auch abgelehnten Umgehungsstraße zu informieren. „Wir möchten Ihnen vorstellen, was auf Sie zukommt, bevor die ersten Bagger anrücken“, erklärte der Grüne Alexander Karsten.

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte im November 2017 die Klagen gegen die Baumaßnahme abgewiesen und damit den Weg für die 1,5 Kilometer lange Umgehungsstraße zwischen Hauptstraße und Haßlinghauser Straße endgültig frei gemacht.

„Es wird einen Rieseneingriff in die Natur geben“

Das Büro der Grünen Am Eicken in Niedersprockhövel platzte am Samstag schon vor 14 Uhr aus allen Nähten, es wurden sogar die Fenster geöffnet, damit auch Teilnehmer vor dem Haus die Erläuterungen hörten. „Es wird ein Rieseneingriff in die Natur hier in Niederprockhövel“, so Thomas Schmitz, Vorsitzender der Grünen-Ratsfraktion.

Die rund 130 Teilnehmer machten den Spaziergang in zwei Gruppen. „Wir bitten um Äußerung von Wünschen, Nachbesserungsvorschlägen und Anregungen. Wir werden sie notieren und versuchen, sie dem Bauherrn näher zu bringen“, versprach Thomas Schmitz, wies jedoch darauf hin, dass dies nicht die Stadt, sondern der Landesbetrieb Straßen NRW sei.

Die Kosten für das gesamte Projekt sind mit 4,2 Millionen Euro bei einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2020 prognostiziert. 300 000 Euro sollen schon in diesem Jahr eingesetzt werden, wenn ab Herbst die Baumfällungen beginnen. Das wird auf dem Stück zwischen Anschlussstelle Kreisverkehr auf der Hauptstraße bis Höhe Mathilde-Anneke-Schule sein. Hier entspricht die Strecke der Führung der Glückauftrasse. Aus der wird dann ein etwa drei Meter breiter (derzeit etwa vier Meter) Fuß- und Radweg, der parallel zur Straße verläuft.

Um die Mathilde-Anneke- Schule, die an die Umgehungsstraße angeschlossen wird, vor Verkehrslärm zu schützen, wird eine dreieinhalb Meter hohe Lärmschutzwand errichtet. Hinter der Schule soll ein Parkplatz entstehen.

Umfangreiche Erdarbeiten sind geplant, um das Straßenniveau an der Glückaufhalle zu senken. Dabei ist der Abriss einer Brücke vorgesehen sowie die Errichtung einer sechs Meter hohen Stützmauer, bevor der Anschluss zur Haßlinghauser Straße und ins Industriegebiet hergestellt ist.

Die Idee für die Straße stammt von vor drei Jahrzehnten, als in Niedersprockhövel viele Firmen über die Hauptstraße beliefert wurden. Da sich das geändert hat, kam die Frage, wofür man die Umgehungsstraße noch brauche. Einig war man sich aber, dass die Situation auf der Hauptstraße verbessert werden muss.

Die Grünen stellten einen weiteren L70n-Spaziergang in Aussicht. fwb

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer