In den verschiedenen Bezirken ist die Nachfrage deutlich unterschiedlich.

Im vergangenen Jahr wurde im Kindergarten St. Josef die Renovierung der Außenanlage gefeiert. Jetzt will die Kita durch eine geänderte Raumnutzung zehn zusätzliche Plätze für Kinder schaffen.
Im vergangenen Jahr wurde im Kindergarten St. Josef die Renovierung der Außenanlage gefeiert. Jetzt will die Kita durch eine geänderte Raumnutzung zehn zusätzliche Plätze für Kinder schaffen.

Im vergangenen Jahr wurde im Kindergarten St. Josef die Renovierung der Außenanlage gefeiert. Jetzt will die Kita durch eine geänderte Raumnutzung zehn zusätzliche Plätze für Kinder schaffen.

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Im vergangenen Jahr wurde im Kindergarten St. Josef die Renovierung der Außenanlage gefeiert. Jetzt will die Kita durch eine geänderte Raumnutzung zehn zusätzliche Plätze für Kinder schaffen.

Sprockhövel. Wie viele Betreuungsplätze für Kinder werden in absehbarer Zeit in der Stadt benötigt und wie stellt sich die Verwaltung darauf ein? Antworten auf diese Fragen gab die Verwaltung jetzt im Jugendhilfeausschuss. Grundlage war eine Elternbefragung zum Betreuungsbedarf im September 2012, deren Ergebnis Jens Kozay vom Sachgebiet Jugend, Familie und Schule ausführlich erläuterte.

Es werden schon Betreuungsplätze für einjährige Kinder gefordert

„Insgesamt sind wir gut aufgestellt“, fasste Kozay die Ergebnisse zusammen. Bei einer Rücklaufquote von mehr als 63 Prozent (527 von 831 ausgegebenen Fragebögen) waren die Ergebnisse aussagekräftig genug. Aktuell hatten 359 Kinder bereits einen Betreuungsplatz, 339 Kinder in einer Sprockhöveler Kindertageseinrichtung, elf Kinder in einer Tagespflege und neun Kinder in einer privaten oder einer auswärtigen Einrichtung.

Von den 168 Kindern ohne aktuellen Betreuungsplatz benötigen 113 ab diesem Sommer einen Betreuungsplatz, 55 werden auch im kommenden Jahr keinen Platz benötigen. Interessant in diesem Zusammenhang: Die Eltern von 23 Kindern, die erst 2012 geboren wurden, gaben an schon jetzt einen Betreuungsplatz zu benötigen.

Räumlich betrachtet ist ein deutlicher Unterschied in der Nachfrage nach Betreuungsplätzen erkennbar. Wie die Auswertung der Adressen ergab, kommen 62 Kinder (60,2 Prozent), die einen Platz benötigen, aus den Wohnbereichen Haßlinghausen, Herzkamp, Hobeuken, Horath, Hiddinghausen und Schee (Wohnbereich 1). 41 (39,8 Prozent) kommen aus Niedersprockhövel, Niederstüter und Teilen von Obersprockhövel (Wohnbereich 2). Entsprechend will die Stadt auch die Handlungsschwerpunkte setzen.

Drei Kindertageseinrichtungen wollen mehr Plätze anbieten

Ein Ergebnis der Umfrage soll nun sein, für mindestens 75 bislang noch nicht betreute Kinder zusätzliche Betreuungsplätze vorzuhalten. Für Unsicherheit sorgt noch, dass 215 Eltern nicht an der Befragung teilgenommen haben, aber dennoch einen Bedarf haben könnten. „Aktuell haben wir noch nicht alle U-3-Plätze belegt. Es gibt noch einen Puffer“, zeigte sich Kozay aber optimistisch. „Ich hoffe, dass das, was wir haben, ausreicht“, sagte auch Sachgebietsleiterin Evelyn Müller.

Befragt wurden die Eltern von 831 Kindern. 448 Fragebögen wurden über die Kitas verteilt, 383 per Post versandt.

Die meisten Eltern wünschen sich eine Betreuung von 7 bis 16 Uhr.

Der aktuellen Entwicklung will auch die Kindergartenbedarfsplanung der Stadt Rechnung tragen. Folgende Maßnahmen werden umgesetzt oder stehen kurz vor der Umsetzung:

Die Awo-Kita „Am Blumenhaus“ in Hobeuken wird durch Umwandlung ihrer Gruppenstruktur neun zusätzliche Plätze für Kinder über drei Jahren und elf weitere Plätze für Kinder unter drei Jahren schaffen.

Die katholische Kita St. Josef in Haßlinghausen wird durch eine andere Raumnutzung Platz für eine weitere halbe Gruppe schaffen und so sieben weitere Ü-3-Plätze und drei U-3-Plätze neu schaffen.

Weiterer Bedarf im Wohnbereich 1 soll durch Überhangplätze aufgefangen werden.

Im Wohnbereich 2 wird die städtische Kita „KiFaz Miteinander“ voraussichtlich durch eine andere Raumnutzung sechs weitere Ü-3-Plätze schaffen – allerdings nur übergangsweise für ein Jahr.

Als Notlösung kommt aus Sicht der Stadt zusätzlich eine „Großtagespflege“ in Betracht. Wie Evelyn Müller erläuterte, könnten dabei zwei Personen – auch ohne Erzieherausbildung – bis zu neun Kinder betreuen. „Das wäre aber die allerletzte Lösung“, gab Evelyn Müller zu Protokoll.

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