Schau in der Zwiebelturmkirche fand schon zum 18. Mal statt.

Advent
So hätte es gut 2000 Jahre später auch sein können: In dieser Krippendarstellung hat die Heilige Familie Unterkunft in einem Schuppen auf einem Werksgelände bekommen.

So hätte es gut 2000 Jahre später auch sein können: In dieser Krippendarstellung hat die Heilige Familie Unterkunft in einem Schuppen auf einem Werksgelände bekommen.

Gerhard Bartsch

So hätte es gut 2000 Jahre später auch sein können: In dieser Krippendarstellung hat die Heilige Familie Unterkunft in einem Schuppen auf einem Werksgelände bekommen.

Niedersprockhövel. Sie sind aus Ton oder Holz, hier und dort lächeln Engel aus dem Fenster, andere tänzeln am Bett des Jesuskindes, während Kaspar, Melchior und Balthasar nach Bethlehem wandern. In der Zwiebelturmkirche an der Hauptstraße hat die Krippenausstellung längst Tradition. Jedes Jahr können dort die unterschiedlichsten Modelle bestaunt werden, die größtenteils von den Mitgliedern der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Am Wochenende feierte die Ausstellung ihren 18. Geburtstag und zeigte dabei mit 105 Exponaten erneut eine kunterbunte Vielfalt.

Die Krippen machen die Weihnachtsgeschichte anschaulich

„Eine Hommage an das Ruhrgebiet zur Weihnachtszeit“, steht auf einem Zettel vor der „Zeche Bethlehem“ geschrieben. Das außergewöhnliche Modell hat wie die übrigen Krippen die Weihnachtsgeschichte für den Besucher anschaulich gemacht – ganz individuell und kreativ verpackt. So findet sich unter den Ausstellungsstücken auch ein Jesuskind mit Friedenszeichen. Eine andere Darstellung hingegen zeigt schimmernde Blechfiguren aus den 1950er Jahren, die es seinerzeit beim Kauf von Margarine gab. Daneben die klassische Scheunenkrippe – hergestellt in einer Behindertenwerkstatt.

Für viele Besucher gehört die Ausstellung zur Vorweihnachtszeit

Unter der Leitung des ehemaligen Männerkreises der Kirchengemeinde war die Krippenausstellung mit nur einem Modell gestartet. „Heute ist die Ausstellung fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit“, sagte Mitorganisator Peter Nieland.

Auch über die Besucherresonanz konnten sich die Organisatoren nicht beschweren. Besucher waren zum Teil sogar aus Bochum angereist, um sich die Krippen anzusehen.

Der Begriff Krippe kommt aus dem Mittel- und Althochdeutschen und bedeutet so viel wie Geflochtenes oder Flechtwerk.

Die Weihnachtskrippe geht auf die Weihnachtsgeschichte in der Bibel zurück, nach der Jesus in einem Stall bei Bethlehem zur Welt kam und von Maria und Josef in eine Krippe gelegt wurde (Lukas-Evangelium). Erste Darstellungen von Weihnachtskrippen gab es Mitte des 16. Jahrhunderts in italienischen und spanischen Kirchen, wenig später auch in Süddeutschland.

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