Telefonbetrug
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Rhein-Kreis Neuss. Schon wieder haben Unbekannte Bürger im Rhein-Kreis Neuss angerufen und sich als Kriminalbeamte ausgegeben. Einen solchen Anruf erhielt unter anderem am Donnerstagnachmittag ein älterer Herr aus Jüchen.

Am Telefon meldete sich ein Mann mit Namen „Jürgens“ und stellte sich in akzentfreiem Deutsch als Kriminalbeamter vor. Der falsche Polizist schilderte, dass Einbrecher festgenommen wurden und dass die Täter Listen mit potentiellen Einbruchsopfern dabei hätten. Auch der angerufene Senior würde auf einer dieser Listen auftauchen. Im weiteren Verlauf fragte der Anrufer nach Wertgegenständen und Bargeld, welches im Haus aufbewahrt würde. Um die Echtheit des Anrufes zu untermauern, tauchte im Telefondisplay des Angerufenen die Ziffernfolge 02182 plus Notrufnummer „110“ auf.

Hinweis der Polizei: Wenn die Polizei anruft, ist niemals im Display die Nummer „110“ zu sehen. Bei dieser technischen Möglichkeit des Täuschens spricht man im Fachjargon vom so genannten „Call ID Spoofing“. Es ermöglicht Kriminellen, die eigene Rufnummernanzeige zu ändern und statt der Originalrufnummer eine beliebige Rufnummer anzeigen zu lassen.

Als der Senior aus Jüchen die angezeigte Rufnummer zwecks weiterer Informationen anwählte und dann bei der Einsatzleitstelle der Polizei im Rhein-Kreis Neuss landete, flog der Schwindel rechtzeitig auf.

Tipps der „echten Polizei“, um nicht Opfer von Betrügern zu werden: Geben Sie keine persönlichen Daten heraus! Beenden Sie das Gespräch - legen Sie auf! Lassen Sie sich nicht einschüchtern oder drängen! Notieren Sie - wenn möglich - Uhrzeit des Anrufes, den Namen des angeblichen Polizisten und die Telefonnummer! Rufen Sie anschließend die Polizei an (02131-3000 oder den Notruf 110) und erstatten Sie Anzeige! Grundsätzlich gilt: Die Polizei wird sich niemals am Telefon nach Wertgegenständen und schon gar nicht nach deren Aufbewahrungsort erkundigen.

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