Bundesligaspieler Peter Gojowczyk ist in Doha in die Runde der letzten Vier gekommen. In drei Sätzen unterliegt er einem Ex-Neusser: Rafael Nadal.

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In Doha von der Qualifikation bis ins Halbfinale: Peter Gojowczyk.

In Doha von der Qualifikation bis ins Halbfinale: Peter Gojowczyk.

dpa

In Doha von der Qualifikation bis ins Halbfinale: Peter Gojowczyk.

Neuss. Besser hat er noch nie in seinem Leben gespielt: Peter Gojowczik hat es als Qualifikant beim ATP-Tennisturnier in Doha bis ins Halbfinale geschafft, wo er am Freitagabend gegen die Nummer eins in der Welt, den Spanier Rafael Nadal, in drei Sätzen mit 6:4, 2:6 und 3:6 unterlag. Zuvor hatte der 24-Jährige unter anderem im Achtelfinale die deutsche Nummer zwei, Philipp Kohlschreiber, ausgeschaltet.

Nadal schlug schon als 17-Jähriger in Neuss auf

Es ist zwar unwahrscheinlich, dass sich die beiden Spieler nach dem Match ausgerechnet über Neuss unterhalten haben, ausgeschlossen ist es aber nicht. Denn während Gojowczik dem aktuellen Bundesligakader des TC Blau-Weiß angehört, schlug das Kraftpaket Rafael Nadal, damals noch mit jungenhafter Hühnerbrust, als 17-Jähriger an der Jahnstraße auf. Übrigens: Auch Kohlschreiber hat 2005 bereits in Neuss gespielt.

Zählen diese Kapitel der Vereinsgeschichte zur Vergangenheit, gehört Peter Gojowczik die Zukunft. Im Vorjahr avancierte der Neuling in Neuss auf Anhieb zum Publikumsliebling.

Im Einzel wie im Doppel konnte er eine fast makellose Bilanz von 5:1 vorweisen. Er trug maßgeblich dazu bei, dass die Neusser die Saison auf einem überraschend guten fünften Platz beendeten. Und der 24-Jährige wird den Neussern auch in der kommenden Spielzeit erhalten bleiben – und zwar zu einem vergleichsweise bescheidenem Preis.

Denn in Neuss hat man das Potenzial von Gojowczik sofort erkannt.

„Er war der erste Spieler, mit dem ich im November den Vertrag verlängert habe“, sagt Teamchef Dietmar Skaliks. Das tat er, als der Rechtshänder noch jenseits von Weltranglistenposition 150 stand, das wird sich ab heute ändern. „Wir haben gestaffelte Verträge. Zwischen Position 150 und 200 bekommt der Spieler die Summe x, zwischen 100 und 149 das Doppelte und so weiter“, erklärt Skaliks.

Er habe sich natürlich mächtig für Gojowczyk gefreut. „Er ist ein fast kompletter Spieler, der nur wenig Fehler macht und allenfalls noch an seinem Aufschlag arbeiten muss“, so Skaliks.

Gefreut hat sich natürlich auch Gojowczyk nach seinem Auftritt in Doha: „Ich kannte Rafael Nadal nur von den US Open in New York, wir haben damals ein bisschen geredet. Er ist ein cooler Typ, ziemlich locker. Zuvor habe ich ihn eigentlich hauptsächlich nur im Fernsehen verfolgt. Jetzt gegen ihn hier im Halbfinale spielen zu dürfen, war einfach klasse. Auch dafür trainiere ich.“

„Er hat zu Beginn wirklich stark gespielt“, lobte der später Turniersieger Rafael Nadal seinen Kontrahenten. „Ich bin echt zufrieden mit dem Match. Am Anfang habe ich wirklich unglaublich gespielt“, sagte Peter Gojowczyk. „Es war ein tolles Match, wirklich sehr, sehr gut. “

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