Der Slowake Miloslav Mecir und die Deutsche Julia Kimmelmann gewinnen die Konkurrenzen beim ATP-Challenger Turnier in Kaarst.

Athletisch wie der berühmte Vater: Miloslav Mecir gewann in Büttgen das ATP-Challenger Turnier. Alle Fotos (5): Wentz
Athletisch wie der berühmte Vater: Miloslav Mecir gewann in Büttgen das ATP-Challenger Turnier. Alle Fotos (5): Wentz

Athletisch wie der berühmte Vater: Miloslav Mecir gewann in Büttgen das ATP-Challenger Turnier. Alle Fotos (5): Wentz

Wentz, Ralph

Athletisch wie der berühmte Vater: Miloslav Mecir gewann in Büttgen das ATP-Challenger Turnier. Alle Fotos (5): Wentz

Kaarst-Büttgen. Miloslav Mecir nannte man nur „die Katze“, weil sich die ehemalige Nummer drei der Welt der Tenniswelt geschmeidig schleichend über den Platz bewegen konnte, dabei aber mit tödlicher Präzision spielte. Nun hat sich Miloslav Mecir auch in den Siegerlisten der Segro International in Kaarst-Büttgen verewigt. Jedoch nicht der Olympiasieger von 1988 sondern dessen Sohn, der den gleichen Namen trägt.

Der 25-jährige erinnert in seiner Spielanlage extrem an seinen Vater, ist ihm dazu auch noch wie aus dem Gesicht geschnitten. Nur fehlt dem Filius noch der große Erfolg: vor dem 6:2, 7:6 (3) Sieg in Kaarst über den favorisierten Holländer Matwe Middelkoop rangierte Mecir auf Platz 480 der ATP-Weltrangliste. Seine beste Platzierung war bislang Rang 290.

Dennoch ließ er dem an Nummer zwei gesetzten Middelkoop in Kaarst mit seinen präzisen Grundschlägen in Satz eins keine Chance und nahm dem Holländer gleich zweimal sein Service ab. Der zweite Satz verlief deutlich ausgeglichener. Der Slowake entschied ihn erst im Tiebreak mit 7:6 für sich und zeigte sich hocherfreut: „Ich habe hier wirklich über eine Woche sehr konstant Tennis gespielt und sehr gute Leute geschlagen.“ So auch den Titelverteidiger Jesse Huta-Galung, der im Viertelfinale Mecir mit 4:6, 6:1, 6:3 unterlag.

In der Damenkonkurrenz konnte sich zum wiederholten Mal eine deutsche Spielerin in die Siegerliste eintragen. Die 19jährige Julia Kimmelmann vom RTHC Leverkusen besiegte die russische Qualifikantin Ekaterina Alexandrova mit 6:3, 6:2. Damit gelang der Nr. 23 der deutschen Rangliste das Kunststück nach dem ITF Turnier in Stuttgart auch in Kaarst zu gewinnen; und zwar sowohl im Einzel als auch im Doppel.

Im Match gegen die 17jährige Russin war die Linkshänderin die bessere Spielerin. Kimmelmann agierte konstanter, mischte Slice- und Topschläge geschickt und verwandelte nach 90 Minuten ihren zweiten Matchball. „In den nächsten Woche will ich viele Punkte sammeln, damit ich in die Qualifikationen der Grand Slams kommen“, so Kimmelmann, die durch ihren Turniererfolg in Kaarst erstmals unter den Top 500 der Welt notiert wird. RaW

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