Blau-WeissNeussbesiegtGWMannheimmit5:1undverbleibtinder1.Tennis-Bundesliga.

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Überall Jubel und Applaus beim TC Blau-Weiss.

Überall Jubel und Applaus beim TC Blau-Weiss.

Wentz

Überall Jubel und Applaus beim TC Blau-Weiss.

Neuss. Nach den Einzelpartien in der "Alles-oder-Nichts"-Auseinandersetzung mit Grün-Weiß Mannheim am letzten Spieltag der Tennis-Bundesligasaison 2009 merkte man den Offiziellen des TC Blau-Weiss Neuss an, wie die Last auf den Schultern merklich geringer geworden war.

"Ein Doppelpunkt und wir sind sicher drin", ließ der 1. Vorsitzende Jochen "Lupo" Hierl, der zuvor eine Zigarette nach der anderen geraucht hatte ("Danach rauche ich nie wieder!"), einen Stoßseufzer verlauten.

Und Teammanager Lutz Steinhöfel schaute schon ziemlich entspannt in die Runde: "Das ist heute ein runder Tag: Tolles Wetter, guter Besuch und eine starke Neusser Mannschaft. So hätten wir uns das die gesamte Saison über gewünscht."

Doch dem war nicht so, und so musste der Deutsche Rekordmeister bis zum letzten Spieltag um den Klassenverbleib bangen, sich berechtigter Weise mit dem Gedanken eines dritten Abstiegs in die 2. Bundesliga befassen. Dem war sogar noch während der Einzelpartien so, denn drei Partien mussten in den Champions-Tiebreak, in zwei davon hatten Neusser Spieler den ersten Satz verloren.

"Zwischenzeitlich sah es gar nicht so gut aus. Da hatte ich kurzzeitig wirklich große Bedenken", so Hierl. Doch die Neusser Spieler kämpften an diesem Tag wie die Löwen, gaben keinen Ball verloren und versöhnten die Neusser Fans, von denen bei freiem Eintritt gut 800 auf die Anlage an der Jahnstraße gekommen waren. Allen voran Tomas Tenconi, der gegen Routinier Marcello Craca lange Zeit wie der sichere Verlierer aussah, aber das Spiel noch drehte und am Ende mit 2:6, 7:6, 10:6 nach Hause brachte.

Auch Jesse Huta Galung brauchte mehr als einen Satz, um die Nervosität gegen Marc Lopez abzulegen. Und selbst als der Holländer 6:1 im Champions-Tiebreak führte, zitterten ihm die Hände. Doch Lopez kam nicht weiter als auf 6:4 und Huta Glaung brachte das Spiel mit 10:5 unter Dach und Fach.

Spannend machte es auch Flavio Cipolla, der erstmals in dieser Saison für die Neusser auflief. Gegen Simon Stadler brachte der Italiener die Neusser unter dem Beifall der Zuschauer mit 6:3, 3:6 und 10:5 mit 1:0 in Führung.

Einzig Marcel Granollers hatte einen souveränen Tag erwischt: Er ließ einem schwach spielenden Denis Gremelmayr beim 6:1 und 6:2 keine Chance. "Selbst als wir mit 3:0 führten und Jesse Huta Galung auf der Siegesstraße war, hatten wir immer noch ein Ohr in Bremerhaven, wo es zu diesem Zeitpunkt noch 1:1 stand. Da wussten wir, dass wir noch ein Doppel zu gewinnen hatten, um sicher zu sein", erläuterte Teamchef Marc Raffel das Innenleben der Neusser an diesem Samstag.

Als bekannt wurde, dass es beim Duell der beiden Auf- und wieder Absteiger nach den Einzeln 2:2 stand, war der Neusser Klassenverbleib in Liga eins gesichert. Dennoch gewannen die Neusser in Personalunion von Granollers und Cipolla auch noch das erste Doppel zum Endstand von 5:1 und Blau-Weisser Glückseligkeit.

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