DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven macht Werbung für das Kooperations-Konzept.

Sport
Der DHC Rheinland bei einem Spiel gegen TV Neuhausen.

Der DHC Rheinland bei einem Spiel gegen TV Neuhausen.

Archiv

Der DHC Rheinland bei einem Spiel gegen TV Neuhausen.

Dormagen. Mit Nachdruck bemühen sich die Verantwortlichen des DHC Rheinland nach der Verkündung, mit der HSG Düsseldorf ab der kommenden Zweitliga-Saison eine Spielgemeinschaft einzugehen, zu verdeutlichen, dass diesem Schritt ein durchdachtes Konzept zugrunde liegt.

Vor allem Geschäftsführer Heinz Lieven, der im Sommer Platz für den Düsseldorfer Frank Flatten macht und in den Aufsichtsrat wechselt, wird nicht müde, das Kooperationsmodell allen Beteiligten ans Herz zu legen.

Ziel soll sein, talentierte Spieler aus der Region zu sichten und ihnen eventuell in anderen Vereinen Spielpraxis zu verschaffen, um sie nicht an finanzstärkere Vereine zu verlieren.

Dafür wurde mit den Regionalligisten TV Wermelskirchen und OSC Rheinhausen sowie den Oberligisten TuS Opladen, SC Longerich, ART Düsseldorf und Neusser HV jeweils eine Kooperation geschlossen, wie es sie mit dem TSV Bayer Dormagen seit der Abspaltung des DHC bereits seit längerem gibt.

Zwei weitere Vereine wollen sich an dem Konzept beteiligen

Optimal wäre es, wenn ab der kommenden Saison auch Düsseldorf einen Drittligisten stellt. Weitere Kooperationen bestehen im Jugendbereich mit dem TSV Bayer Dormagen, dem ART Düsseldorf, Adler Moers und der JFG Haan/Hilden. Außerdem gebe es zwei weitere Anfragen von Vereinen, die sich an dem Konzept beteiligen wollen, sagt Lieven.

„Es soll möglich sein, Spieler untereinander auszutauschen, damit kein Talent auf der Bank versauern muss“, betont der DHC-Chef. Er kann bereits erste Erfolge vermelden. Linksaußen Johannes Clausing, mit einem Zweitspielrecht ausgestattet, unterstützt den TV Wermelskirchen, gleiches gilt für Kreisläufer Alexander Kübler, der zwischen dem DHC und dem TSV Bayer pendelt.

Bezahlt werden die beiden Spieler vom DHC Rheinland. „Wir müssen die Kooperationen jetzt weiter mit Leben füllen“, sagt der Geschäftsführer.

Der TV Korschenbroich will bislang mit der neuen Spielgemeinschaft nichts zu tun haben, in das „rheinische“ Handball-Konzept würde es aber mittelfristig laut Lieven gut passen, wenn – sollte der Aufstieg des DDHC gelingen – auch ein Zweitligist den Unterbau vervollständigt.

Schon mit dem jetzigen Pool an Mannschaften, die an der Kooperation mitwirken, habe man jedoch viel mehr Möglichkeiten, Talente gezielt zu fördern, unterstützt auch DHC-Trainer Richard Ratka das Konzept nach Kräften.

„Als ich nach Dormagen gekommen bin, wusste ich, was mich erwartet. Und gerade diese auf die Zukunft ausgerichtete Aufgabe macht ja den Reiz aus. Ich werde den vorgezeichneten Weg daher mitgehen“, sagt der Coach.

Leserkommentare (3)


() Registrierte Nutzer