Bei der 27. Auflage der Kreishallenmeisterschaft holte das Team des Bezirksligisten erstmals den Titel.

Hallenfußball I
Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte wurde die SG Kaarst Kreishallenmeister. Kapitän Marc-Robin Philipp stemmt die vom stellvertretenden Landrat Jürgen Steinmetz überreichte Trophäe in die Höhe.

Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte wurde die SG Kaarst Kreishallenmeister. Kapitän Marc-Robin Philipp stemmt die vom stellvertretenden Landrat Jürgen Steinmetz überreichte Trophäe in die Höhe.

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Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte wurde die SG Kaarst Kreishallenmeister. Kapitän Marc-Robin Philipp stemmt die vom stellvertretenden Landrat Jürgen Steinmetz überreichte Trophäe in die Höhe.

Kaarst. Dass die SG Kaarst bei der Vergabe des Hallenmeistertitels ein Wörtchen mitreden würde, war nach der souverän überstandenen Vorrunde zu vermuten. Dass es gegen den SV Uedesheim am Ende zum Titel reichen würde, hingegen kaum. Mit einer konzentrierten Leistung und einem 3:0-Finalsieg sicherte sich der Bezirksligist hochverdient seinen ersten Titel. „Wir sind überglücklich und haben uns diesen Sieg hart erarbeitet. Im Finale haben wir vieles richtig gemacht. Das ist ein toller Tag für unseren Verein“, sagte Trainer Dirk Schneider.

Uedesheim trat mit einer ganz speziellen Taktik an

Dabei war die SG dem Landesligisten in der Gruppenphase noch mit 2:4 unterlegen. Entscheidend seien für Schneider die Anpassungen gewesen, die er und sein am Samstag verantwortlicher Co-Trainer Christian Mausberg danach vorgenommen hätten: „Nach dem ersten Spiel haben die Jungs einen kleinen Einlauf bekommen. Wir haben da viel falsch gemacht und uns dann vor allem vorgenommen, ganz eng an den Gegnern zu bleiben.“

Das war gegen den mit einer speziellen Taktik angetretenen Landesligisten auch notwendig. Denn seinen Stoßstürmer – meist Malte Hauenstein – parkte der SVÜ vor dem gegnerischen Tor, aus der Abwehr agierte der mit einer beeindruckenden Präzision ausgestattete Tom Nilgen fast schon als eine Art „Quarterback“, der seine Vorderleute mit langen Bällen einsetzte. Dass daraus keine Treffer entstanden, lag vor allem am überragenden SG-Keeper Mehmet Bozkir.

Ein-Mann-Mauer machte es dem Freistoßschützen einfach

So hätte Uedesheim durch Lukasz Koziatek (4.) und Hauenstein (6.) jeweils nach Nilgen-Bällen schon früh führen müssen. Besser machte es Kaarst, das durch einen abgefälschten Distanzschuss von Özcan Gaman in der sechsten Minute etwas glücklich in Führung ging. Gaman war es auch, der per Freistoß gegen eine sehr fragwürdige Ein-Mann-Mauer vier Minuten später nachlegte. „Das kurze Eck war komplett offen, da musste ich einfach nur draufhalten“, wunderte sich der Doppeltorschütze.

Zuvor war Koziatek für ein Foul an Sascha Pisasale mit einer Zeitstrafe belegt worden und legte so den Anfang für eine hektische und hitzige Schlussphase. Wenig später sah er nach seiner zweiten Strafe die Rote Karte, auch Hauenstein und Kaarsts Fabian Geisreiter mussten für zwei Minuten vom Feld. Uedesheims Co-Trainer Guido van Schewick fühlte sich benachteiligt: „Kaarst hat verdient gewonnen, weil sie einfach bissiger waren. Aber wie das Ganze zustande gekommen ist, finde ich schon fragwürdig. Ein paar Entscheidungen sind sehr unglücklich gelaufen.“

Poullie traf aus dem eigenem Strafraum ins gegnerische Tor

Den Schlusspunkt setzte Routinier Marcel Poullie mit einer Mischung aus Kunst- und Verzweiflungsschuss aus dem eigenen Strafraum, der gut 40 Meter weiter neben dem verdutzten Torwart Marvin Kiese zum 3:0 einschlug (13.).

Im Halbfinale hatte die SG zuvor nur wenig Probleme mit dem Ligarivalen FC Delhoven und siegte mit 5:2. Entschieden schien die Partie dabei spätestens nach Dennis Brunes Treffer zum 3:0 nach einem schönen Alleingang zu Beginn der zweiten Hälfte, nachdem zuvor Markus Hausdörfer und Poullie erfolgreich gewesen waren. Weitere Tore markierten Kamill Niewolik und Pisasale, für Delhoven verkürzten Felix Frason und Michael Busch.

Der SV Uedesheim setzte sich nach zwei Treffern von Top-Torjäger Lukas Braumann und einem von Lars Wyschanowski mit 3:1 gegen den TuS Grevenbroich durch, für den Martin Hermel nur auf 1:2 verkürzen konnte.

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