80-jähriger Herbert Müller sorgt über 800 Meter für Aufsehen. Kreis-Sportler gewinnen in Düsseldorf neun Medaillen.

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Auf dem Siegerpodest kämpfte Ute Jenke mit den Tränen.

Auf dem Siegerpodest kämpfte Ute Jenke mit den Tränen.

Franke

Auf dem Siegerpodest kämpfte Ute Jenke mit den Tränen.

Rhein-Kreis Neuss. Fünfmal Gold und viermal Silber - so lautete die Bilanz der Leichtathleten über 30 Jahre aus dem Rhein-Kreis Neuss bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften in Düsseldorf. So erfolgreich war Gastgeber Düsseldorf mit einmal Gold und fünfmal Silber nicht.

Dazu schaffte ein Läufer aus Dormagen sogar einen Weltrekord: Der 80-Jährige Herbert Müller, der beim TSV Dormagen trainiert und in Grevenbroich wohnt, wäre in seiner Altersklasse (M 80) alleine gewesen. So steckte man ihn in die Wettbewerbe der 75-Jährigen, wo ihm über 800 Meter in 3:12,83 Minuten eine Zeit gelang, die zuvor noch nie auf der Welt ein Mann seines Alters erreicht hat.

 Wie fit der alte Herr ist, zeigte er kaum drei Stunden später, als er auch noch über 200 Meter in der Zeit von 34,76 als Achter bei den 75-Jährigen gut mithielt. Dieses Rennen gewann der 75-jährige Dormagener Fred Ingenrieth in 31,77 Sekunden souverän.

Dass der Neusser Sprinter Guido Kluth (DJK Rheinkraft) über 60 Meter bei den 35-Jährigen auch als 38-Jähriger nicht zu schlagen sein würde, konnte man erwarten. In der Zeit von 7,39 Sekunden hängte er "Deutschlands Rest" weit ab.

Die Tränen kullerten im Rahmen der Siegerehrung bei der 45-jährigen Ute Jenke. Sie war über 800 Meter (2:34,70 Minuten) mit den 40-Jährigen viel zu schnell mitgegangen. "70 Meter vor dem Ziel wären mir fast die Beine abgefallen", wunderte sich Jenke später "wie auch immer ich ins Ziel gekommen sein mag".

Sie lag direkt hinter der Ziellinie flach auf dem Boden und wollte ihren Rosellener Kolleginnen nicht glauben, dass sie doch noch gewonnen hatte. Als sie dann bei der Siegerehrung Gold umgehängt bekam, kämpfte sie vergeblich gegen die Freudentränen an.

Ein Familienduell trugen die Wimmer-Zwillinge im 3000-Meterlauf bei den 30-Jährigen aus. Tanja gewann Gold (10:39,67 Minuten) vor Nina (10:53,38). Dafür konnte Nina Wimmer auch noch mit Silber über 800 Meter (2:27,36 Minuten) den Heimweg antreten. Die Kleinenbroicher Diskuswerferin Claudia Ondra war mit ihrer Weite von 40,06 Meter bei den 30-Jährigen ebenfalls nicht zu schlagen.

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