Die Damen des HTC Schwarz-Weiß Neuss erreichen zum ersten Mal das Final-Four Turnier um die Deutsche Hallenmeisterschaft. Im Viertelfinale besiegen die Neusserinnen den Berliner HC überraschend deutlich mit 8:2.

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Lisa Hahn erzielte in Berlin den wichtigen Treffer zum 4:1 und setzte den Schlusspunkt unter den Viertelfinalsieg des HTC in Berlin.

Lisa Hahn erzielte in Berlin den wichtigen Treffer zum 4:1 und setzte den Schlusspunkt unter den Viertelfinalsieg des HTC in Berlin.

Ralph Wentz

Lisa Hahn erzielte in Berlin den wichtigen Treffer zum 4:1 und setzte den Schlusspunkt unter den Viertelfinalsieg des HTC in Berlin.

Berlin/Neuss. Während die Damen des Berliner HC zum ersten Mal seit 2004 wieder eine deutsche Hallen-Endrunde verpassten, feierte der HTC Schwarz-Weiß Neuss erstmalig den Einzug in das Final-Four-Turnier um die Deutsche Hallenmeisterschaft, das am kommenden Wochenende in Duisburg ausgetragen wird.

Im Viertelfinale besiegte das Team von Trainer Markus Lonnes in der Sporthalle Schöneberg in Berlin vor knapp 1000 Zuschauern den Ost-Staffelmeister, der bislang in dieser Saison ohne Punktverlust geblieben war, deutlich mit 8:2 (2:1).

"Auch wenn es am Ende natürlich erst so deutlich wurde, nachdem wir öffnen mussten, war das ein klar verdienter Sieg der Neusser, die einfach alles getroffen haben. Bei uns hat keine einzige Spielerin Normalform erreicht." Schwarz-Weiß konnte erstmals wieder Yvonne Frank nach ihrem Fußbruch einsetzen.

Die Neusser treffen im Halbfinale am kommenden Samstag, 24. Januar, nun in der Rhein-Ruhr-Halle in Duisburg im Halbfinale auf Rüsselsheim. SW-Trainer Markus Lonnes: "Wir waren wirklich ganz gut drauf! Ich habe taktisch gar nicht groß umgestellt, aber wir haben unser System so griffig gespielt, dass Berlin kaum zu Chancen gekommen ist. Wenn Karo Amm nicht so gut gehalten hätte, wären wir schon in der ersten Hälfte zu einer höheren Führung gekommen und hätten früher Ruhe im Spiel gehabt. Ich weiß, dass Rüsselsheims Trainer Bene Schmidt-Busse schon die ganze Saison die Favoritenrolle anderen zuschiebt, aber im Halbfinale ist der RRK klarer Favorit. Wir wollen uns gut verkaufen, und schauen mal, was am Ende dabei heraus kommt."

Der Warnschuss durch die Gäste folgte in der Sporthalle Schöneberg schon in der ersten Minute, als Deutschlands Hockeyspielerin des Jahres, Janne Müller-Wieland, gleich die erste Ecke für Neuss verwandelte. Es sollte jedoch von sieben Versuchen insgesamt die einzige Ecke bleiben, die zum Tor umgemünzt wurde.

Luisa Steindor erhöhte zwar auf 0:2, aber dann verhinderte Hallen-Europameisterin Karo Amm, dass Neuss vor dem Wechsel die Führung weiter ausbauen konnte - im Gegenteil: Lea Loitsch verkürzte sogar, so dass der BHC Hoffnung schöpfen konnte.

Nach dem Wechsel trafen jedoch erneut erst einmal nur die Gäste - und zwar diesmal dreifach zum 1:5. Wieder war es Loitsch, die mit dem 2:5 knapp zehn Minuten vor Ende zum Weckruf blies. Khalil nahm dann auch Amm vom Feld, um mit sechs Feldspielern noch mehr Druck in die Aufholjagd zu bringen. Doch das fruchtete nicht. Corinna Busse machte schnell das 2:6, die Vorentscheidung. Neuss baute das Ergebnis dann sogar noch bis 2:8 aus.

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