In Stralsund müssen die Dormagener auch Schindler ersetzen.

Dormagen. Noch vier Spiele, dann ist die Saison für den Handball-Bundesligisten TSV Dormagen vorbei. Drei Partien davon könnte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider durchaus gewinnen, sind die Gegner aus dem unteren Tabellendrittel auf dem Papier doch allemal schlagbar.

Neben Wetzlar und Essen am letzten Spieltag trifft das auch auf den Vorletzten Stralsunder HV zu, bei dem die Dormagener am Samstag zum Kellerduell gastieren. Und die Norddeutschen haben schon angekündigt, sich keinesfalls kampflos ergeben zu wollen. Im Hinspiel kam der TSV nach einer ganz schlechten Leistung in eigener Halle nur zu einem 23:23-Unentschieden und musste sich im TSV Sportcenter erstmals Pfiffe gefallen lassen.

Theoretisch ist sogar denkbar, dass die Dormagener noch auf den vorletzten Abstiegsrang abrutschen und dann den Gang in die 2.Liga antreten müssten. Dieser Albtraum würde allerdings nur eintreten, wenn der TSV alle Spiele verliert und Stralsund sämtliche Partien gewinnt - was einem Handball-Wunder gleichkäme.

Dennoch ist das Team von Trainer Kai Wandschneider am Samstag noch einmal gefordert, auch wenn der Blick spätestens seit der Nachricht, dass Geschäftsführer Uli Derad nach Kiel abwandert, in die Zukunft gerichtet ist. Längst haben die Planungen für die am 5. September startende neue Saison begonnen, doch "wir haben auch in den ausstehenden Spielen noch einiges vor", betont Trainer Kai Wandschneider. "Wir wollen noch näher an die 20Punkte-Grenze ran."

Notwendig ist dafür selbstredend ein Sieg beim Vorletzten Stralsund, der jüngst mal wieder mit dem 32:21-Sieg in Essen ein Erfolgserlebnis feiern konnte. Die Voraussetzungen für die Dormagener sind allerdings keineswegs ideal. Denn nun hat sich auch noch der wurfstarke Christoph Schindler an der Schulter verletzt. Zuletzt war noch gar nicht klar, ob er die weite Reise nach Stralsund überhaupt antreten kann. Christoph Gelbke, der bei seinem Einstand in Lemgo zwei Tore erzielte, wird auf jeden Fall mit dabei sein.

Torwart Vitali Feshchanka ist zudem mit einem eingerissenen Innenmeniskus stark gehandicapt, Konstantinos Chantziaras wird in dieser Saison gar nicht mehr zum Einsatz kommen. So werde es natürlich sehr schwer, sagt der von Verletzungssorgen geplagte Kai Wandschneider: "Gewinnen können wir nur, wenn jeder an seine Leistungsgrenze geht." M.I.

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