Bundesligist TSV Dormagen hält in Gummersbach beim 26:32 gut mit und reist am Samstag zum Nachholtermin zum TBV Lemgo.

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Voller Einsatz in Gummersbach: Sebastian Linder und der TSV hechteten nach jedem Ball.

Voller Einsatz in Gummersbach: Sebastian Linder und der TSV hechteten nach jedem Ball.

Wentz

Voller Einsatz in Gummersbach: Sebastian Linder und der TSV hechteten nach jedem Ball.

Gummersbach/Dormagen. "Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Alle Spieler haben bis zur letzten Sekunde gekämpft. Wir haben uns hier in Gummersbach sicher achtbar aus der Affäre gezogen", stellte Kai Wandschneider nach den 60 Minuten am Mittwochabend in der Eugen-Haas-Halle fest. Letztlich setzte sich der VfL Gummersbach mit 32:26 (15:12) vor der enttäuschenden Kulisse von nur 1615 Zuschauern durch.

Die mussten aber auch anerkennen, dass die Gäste mit gelungenen Spielzügen und dem leidenschaftlichen Kampf lange Zeit auf Augenhöhe waren. "Es gab Situationen, da hätte der VfL höher gewinnen, der TSV aber auch noch näher herankommen können", bilanzierte Wandschneider. Kollege Sead Hasanefendic ließ keinen Zweifel daran, dass "dies eine unangenehme Partie für uns war" und lobte die große Beweglichkeit der TSV Spieler.

In der Anfangsphase führten die Dormagener mehrfach, erst nach einer Viertelstunde konnte der VfL das Blatt wenden und mit vier Toren in Folge auf 8:4 davonziehen. Mehr ließ der TSV aber nicht zu und es keimte auch noch einmal Hoffnung auf, als Joachim Kurth mit dem Pausenpfiff einen von Zrnic geworfenen Siebenmeter entschärfte und Gummersbach lediglich mit 15:12 in die Halbzeit ging.

Doch kurz nach dem Wiederanpfiff baute der VfL die Führung zunächst bis auf 18:12 aus, in der 40. Minute sogar bis auf 22:15. Doch auch diesen Rückstand steckte das wiederum ohne zahlreiche verletzte Leistungsträger angetretene Dormagener Team weg und kam bis auf vier Tore heran. Mehr aber war am Mittwochabend nicht drin, auch "weil der Kräfteverschleiß einfach zu hoch war", wie Wandschneider erklärte.

Aus dem insgesamt überzeugenden TSV-Team ragten Christoph Schindler - mit acht Toren einmal mehr der erfolgreichste Werfer - Tim Henkel und "Jojo" Kurth in der zweiten Hälfte heraus. Wandschneider: "Und auch Sebastian Linder kommt immer besser rein in unser Spiel. Er hat auch athletisch einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht."

Die englische Woche hat es für Handball-Bundesligist TSV Dormagen in sich: Nach dem Spiel am Mittwoch beim VfL Gummersbach muss der TSV bereits am Samstag das nach dem Tod von Sebastian Faißt verlegte Spiel beim TBV Lemgo austragen. Die Partie wird um 15 Uhr in der Lemgoer Lipperlandhalle angepfiffen. Dann steht dem bereits ausgedünnten Kader der Chemiestädter ein weiterer Spieler nicht zur Verfügung: Kentin Mahé (17) wird mit der A-Jugend des TSV Bayer Dormagen im Halbfinal-Hinspiel der Westdeutschen Meisterschaft bei Eintracht Hagen versuchen, eine möglichst gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 3. Mai, 18 Uhr, im Sportcenter zu schaffen. Kai Wandschneider denkt daran, mit Christoph Gelbke einen weiteren Akteur der Dormagener Regionalliga-Mannschaft mit nach Ostwestfalen zu nehmen.

TSV Dormagen: Feshchanka, Kurth (ab 23.); Schindler (8), Henkel (5), Zakharov (1), Meyer (2), Linder (1/1), Landsberg (2), Mahé (1), Meckes, Laurencz (4), Lochtenbergh (2).

VfL Gummersbach: Fazekas, Stojanovic; Krantz (8), Vukovic (6), Lützelberger (2), Gunnarsson (6), Alvanos, Pfahl (5/2), Rahmel (2), Zrnic (1), Tuzolana (2).

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