Individuell besser besetzter MT Melsungen gewinnt beim TSV Dormagen mit 32:30.

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Nach seiner Verletzung noch nicht wieder in Bestform: TSV-Kapitän Florian Wisotzki.

Nach seiner Verletzung noch nicht wieder in Bestform: TSV-Kapitän Florian Wisotzki.

Wentz

Nach seiner Verletzung noch nicht wieder in Bestform: TSV-Kapitän Florian Wisotzki.

Dormagen. Die Gäste aus Melsungen setzten gleich zu Beginn die Akzente und zogen nach fünf Minuten auf 4:1 und anschließend 6:3 davon. Die Dormagener Offensive, die Kapitän Florian Wisotzki nach seiner Knieverletzung absprachegemäß nur für je zweimal zehn Minuten unterstützte, kam dann aber langsam in Fahrt.

Druck machte vor allem Linkshänder Szabolcs Laurencz, der bei seinen präzisen Abschlüssen Torwart Mario Kelentric immer wieder auf dem falschen Fuß erwischte. Dormagen glich innerhalb von drei Minuten zum 6:6 aus, konnte aber nicht einmal während der gesamten Partie in Führung gehen. Standen sich eine Viertelstunde lang zwei Teams auf Augenhöhe gegenüber, sollte sich dies nach 20 Minuten zumindest in der Erfolgsbilanz wieder ändern.

Weil Robert Hedin zum einen Simon Herold für Kelentric brachte und zum anderen Linkshänder Daniel Valo signalisierte, dass er zumindest für Kurzeinsätze wieder zur Verfügung steht.

Torschützenkönig Savas Karipidis entscheidet die Partie im Alleingang

Während Herold sich sofort mit einer sehenswerten Parade gegen Kreisläufer Kjell Landsberg einführte, brachte Valo die TSV-Deckung in Verlegenheit, denn die hatte sich zuvor vor allem auf die linke Melsunger Angriffsseite konzentrieren können. Fehler und Schwächen beim Abschluss luden die MT nun verstärkt zu Gegenstößen ein.

Die Gastgeber hatten noch einmal Hoffnung, als Michiel Lochtenbergh mit seinem Nachwurf nach dem von Herold abgewehrten Strafwurf in der 25. Minute zum 14:16 verkürzte. Doch der in der Handball-Bundesliga führende Torschütze Savas Karipidis unterstrich sein Ausnahmekönnen und sorgte mit den Toren 17 bis 20 quasi im Alleingang für den 20:15-Vorsprung der Melsunger zur Pause. Der Grieche war mit elf Treffern der erfolgreichste Werfer, scheiterte aber auch mit vier (!) Strafwürfen.

Nach dem Wechsel sah es nur anfänglich so aus, als könne der TSV rechtzeitig den Anschluss herstellen. Melsungen fand immer häufiger Thomas Klitgaard am Kreis, der seine Chancen eiskalt verwertete. Mit der 27:20-Führung nach 42 Minuten schien das Spiel bereits gelaufen. Die Dormagener Aufholjagd führte in der 53. Minute nach drei Toren in Folge zunächst zum 27:30, und dann noch bis auf 30:32.

Doch mehr war in den ausstehenden 90 Sekunden nicht drin, weil die stabile MT-Abwehr hinten geschickt dicht machte. "Die individuell besseren Melsunger dachten nach 45 Minuten, sie hätten bereits gewonnen, doch uns darf man nie abschreiben", lobte TSV-Trainer Kai Wandschneider seine Mannschaft, die vor 2377 Zuschauern einmal mehr eine kämpferische Glanzleistung bot.

Am nächsten Wochenende ist spielfrei in der Liga, der TSV nimmt an einer Benefizveranstaltung in Bergneustadt teil und trifft dort auf eine Oberliga-Auswahl des Handballverbandes Mittelrhein. Das nächste Heimspiel wird am Freitag, 22. Mai, 19.30 Uhr, im Sportcenter ausgetragen. Gegner ist dann die HSG Wetzlar.

 

Michiel Lochtenbergh verlängert um drei Jahre 

Auf die Nachricht hatten viele Fans des TSV Dormagen gewartet: "Ich bin nicht umsonst seit sechs Jahren in Dormagen, denn hier gefällt es mir sehr gut", erklärte Linksaußen Michiel Lochtenbergh nach der Partie gegen Melsungen und damit am Tag nach seinem 28. Geburtstag.

An dieser Situation soll sich in den nächsten drei Jahren nichts ändern: "Wir freuen uns auch, dass wir den Vertrag jetzt verlängern konnten", erklärte TSV-Manager Uli Derad bei der Pressekonferenz.

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