Der TSV Dormagen unterliegt beim SC Magdeburg verdient und deutlich mit 24:31 (11:18).

Auf dem Boden der Magdeburger Tatsachen fanden sich Kjell Landsberg und der TSV Dormagen wieder.
Auf dem Boden der Magdeburger Tatsachen fanden sich Kjell Landsberg und der TSV Dormagen wieder.

Auf dem Boden der Magdeburger Tatsachen fanden sich Kjell Landsberg und der TSV Dormagen wieder.

Wentz

Auf dem Boden der Magdeburger Tatsachen fanden sich Kjell Landsberg und der TSV Dormagen wieder.

Magdeburg. Der TSV Dormagen verlor beim Neustart der Handball-Bundesliga am Samstag in der Bördelandhalle mit 24:31 (11:18) gegen den SC Magdeburg. Nach zwei Toren in Unterzahl setzten die Gastgeber sich nach einer Viertelstunde ab und verschafften sich bis zur Pause vor 4728 Zuschauern einen sicheren Vorsprung. Nach dem Wechsel gestaltete der TSV das Spiel offen und kam sogar bis auf 25:21 in der 50. Minute heran. In der Schlussphase allerdings stellten die Gastgeber den alten Abstand wieder her.

Stärkster Dormagener war Linksaußen Michiel Lochtenbergh, dem inklusive der sicher vollstreckten Siebenmeter fast alles gelang und der 12 Tore erzielte. "Das war überragend", urteilte kein geringerer als Stefan Kretzschmar, Ex-Nationallinksaußen und jetzt Manager des SC Magdeburg. Ebenso Kai Wandschneider: "Das war sicher das beste Saisonspiel von Michiel." Der Trainer war auch zufrieden mit der Leistung des sechsfachen Torschützen Florian Wisotzki, der vor allem in der ersten Hälfte gut Regie führte, sowie der Bundesliga-Premiere von Sebastian Linder.

Der Neuzugang musste zwar bereits nach einer Minute für zwei Minuten auf die Bank, ließ sich aber von der frühen Zeitstrafe nicht beeindrucken, sorgte in der Abwehr für Stabilität und schaltete sich auch mehrfach in den Angriff ein. Die Dormagener Defensive konnte allerdings nicht verhindern, dass die beiden Magdeburger Shooter Alexandros Vasilakis und Damian Kabengele immer wieder zu relativ leichten Toren kamen. Beide trugen sich zusammen 19 Mal in die Torschützenliste ein.

Der mit einer Hüftverletzung ins Spiel gegangene TSV-Torwart Joachim Kurth wechselte sich Mitte der ersten Hälfte selber aus, Matthias Reckzeh zeigte mehrere gelungene Paraden - die Bilanz von Nationaltorwart Silvio Heinevetter im Tor der Magdeburger sah freilich deutlich positiver aus. Nicht nur, weil er sogar ein Tor erzielte: Wandschneider hatte erneut versucht, mit dem siebten Feldspieler den Druck im Angriff zu erhöhen.

Das klappte freilich am Samstag nicht, weil die Würfe in der SCM-Abwehr hängen blieben und Nils Meyer nicht schnell genug mit Matthias Reckzeh wechseln konnte. So traf Heinevetter ins leere Tor - gewissermaßen eine Revanche für einen Treffer von Florian Wisotzki, der erkannt hatte, dass Heinevetter einmal zu weit vor seinem Kasten gestanden hatte. Ein weiteres Kuriosum: Bei der nächsten Aktion reagierte Nils Meyer und stellte sich ins eigene Tor, hatte aber Glück, dass der Magdeburger Angriff gebremst wurde.

TSV-Trainer Kai Wandschneider hatte lange überlegt und geliebäugelt, den erst 17-jährigen Halblinken und Linksaußen Kentin Mahé zu bringen. Doch aufgrund des Spielverlaufes sah er davon ab. Nach den Trainingsleistungen steht für ihn aber fest: "Kentin wird seine Chance bekommen."

Dormagen: Kurth, Reckzeh; Wisotzki (6), Holst (n.e.), Schindler (3), Chantziaras (1), Plaz, Henkel, Meyer, Linder (1), Laurencz (1), Lochtenbergh (12/5).

Magdeburg: Heinevetter (1), Müller; Vasilakis (10), Kabengele (9/3), Cossbau (4), Rojewski (3), Theuerkauf (3/1), Wiegert (1), Stiebler, Grohmann, Steinert, Tönnesen, van Olphen, Jurecki

Zuschauer: 4728 Schiedsrichter: Christopher Biaesch, Frank Sattler

Prinzipiell will Wandschneider an dem Überzahl-Experiment festhalten, "auch wenn es heute nicht geklappt hat." Er will damit aus der Not eine Tugend machen, da der TSV mit Würfen aus der zweiten Reihe zu selten erfolgreich ist. Diesmal war es insbesondere der rechte Rückraum, der blass blieb: Bei Dinos Chantziaras war festzustellen, dass er nach seiner Grippeerkrankung noch nicht wieder im Volbesitz seiner Kräfte ist. Und Szabolcs Laurencz blieb auch hinter seinen Möglichkeiten zurück.

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