Dormagen unterliegt dem VfL Gummersbach mit 33:38 (15:18).

Dormagen. Der Spielplan will es so: Nach den Top-Teams aus Kiel, Berlin, Flensburg und Hamburg empfing Handball-Bundesligist DHC Rheinland mit dem VfL Gummersbach auch im fünften Heimspiel der Saison eine Mannschaft aus dem oberen Drittel der Tabelle. Die Gäste aus dem Bergischen wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann das Mittelrhein-Derby verdient mit 38:33 (18:15). Die im Angriff durchaus überzeugenden Gastgeber sorgten freilich auch in der zweiten Halbzeit lange für Spannung, verpassten allerdings die Chance, bis auf zwei Tore an die Gummersbacher heranzukommen. Überragender DHC-Werfer war einmal mehr der Isländer Sigurbergur Sveinsson, der erstmals die Zehn-Treffer-Marke erreichte. Der DHC wartet damit weiter auf die ersten Heimpunkte der aktuellen Spielzeit und verbleibt auf dem 16. Tabellenplatz vor Ahlen-Hamm und Melsungen.

In einer intensiv geführten Partie profitierte Gummersbach zu Beginn von glücklichen Zufällen: So erhielt der ehmalige Dormagener Adrian Wagner nach fünf Minuten den schon vom DHC gesicherten Ball zurück und markierte das 3:1. Kurz drauf erkämpfte Kreisläufer Patrick Wiencek das Spielgerät zurück, Vedran Zrnic erhöhte auf 4:2. Eine reguläre Aktion von Max Holst ahndeten die Schiedsrichter gegen die Gastgeber, prompt erzielte Adrian Pfahl das 5:2. Doch der DHC ließ sich nicht beeindrucken und glich durch zwei Tore von "Becki" Sveinsson und Rechtsaußen Daniel Wernig aus.

Nach einer Viertelstunde stockte den 2700 Zuschauern in der HRC-Arena dann der Atem: vrfL-Linksaußen Adrian Wagner war nach einem unglücklichen Zusammenstoß mit Sigurbergur Sveinsson zu Boden gegangen und blieb regungslos liegen. Er wurde nach minutenlanger Behandlung aus der Halle getragen und ins Dormagener Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte ein ein starkes Schädel-Hirn-Trauma diagnostizierten. Wagner verließ das Krankenhaus aber auf eigenen Wunsch.

Nach der Unterbrechung brauchte der DHC länger, um wieder ins Spiel zu finden. Doch den durch zwei Tore von Lützelberger auf 10:7 angewachsenen Vorsprung der Gäste konnte der DHC nicht mehr egalisieren. In der 29. Minute schaffte Kristian Nippes das 15:17 und direkt nach der Pause Daniel Wernig das 16:18. Enger wurde es aber nicht, weil die Dormagener Defensive zu wenig Biss zeigte gegen die munter werfenden Gäste. "38 Tore sind natürlich viel zu viel", ärgerte sich DHC-Coach Kai Wandschneider über die nicht konsequente Defensivleistung.

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