Ronny Rogawska sollte Recht behalten. Vor dem Heimspiel seines TV Korschenbroich gegen Zweibrücken prognostizierte der Coach ein Tempospiel, in dem man in den entscheidenden Situationen unbedingt die Konzentration wahren müsse. Genau das war es auch, was beim 32:30 (13:14)-Erfolg am Ende den Ausschlag gab. In einer hektischen Partie, in der die Führung nie mehr als drei Treffer betrug, behielten die Gastgeber in der Schlussphase den kühleren Kopf und setzten sich vor 419 Zuschauern glücklich, aber nicht unverdient durch.

Der Spielmacher verhinderte fast im Alleingang den Ausgleich

Entscheidender Mann war dabei Christoph Gelbke, der in der Schlussphase Verantwortung übernahm und die letzten drei Treffer erzielte. Nachdem der TVK sich fünf Minuten vor Schluss mit 29:26 abgesetzt hatte und die Gäste dann schnell wieder auf einen Treffer herankommen ließ, verhinderte der Spielmacher quasi im Alleingang den Ausgleich. Von der ganzen Hektik um ihn herum schien er nicht viel mitbekommen zu haben: „Ich war tiefenentspannt. Ich wusste die ganze Zeit, dass wir gewinnen, wenn die Kleinigkeiten stimmen.“ Dass Korschenbroich das Spiel nicht bereits früher entscheiden konnte, lag vor allem an den gegnerischen Torpfosten – oder an der sehr schwachen Chancenverwertung. Gefühlt jeder zweite Wurf krachte ans Aluminium, was auch Rogawska bemängelte: „Wenn wir die Chancen besser nutzen, können wir schon zur Halbzeit mit fünf Toren führen.“ Denn gegen die durch die Rückkehrer Nicolai Zidorn und Henrik Schiffmann entscheidend verstärkte Offensivkraft des TVK hatten die körperlich unterlegenen Zweibrücker kein Mittel. Linkshänder Schiffmann war mit sieben Treffern auch gleich bester Torschütze vor dem erneut nicht aufzuhaltenden Marcel Görden (6/2).

Was offensiv für den TVK galt, galt allerdings erst recht für die Gäste. Das pfeilschnelle und technisch versierte Team um Spielmacher Björn Zintel (8/2), Robin Egelhof (9) und Benjamin Zellmer (6) hatte keine Probleme, die Korschenbroicher 5:1-Deckung auszuhebeln, weswegen Rogawska schon nach einer Viertelstunde auf 6:0 umstellte. Der SV erzielte etliche einfache Treffer durch Gegenstöße und hinterließ in der ersten Hälfte den besseren Eindruck. Doch weil Zweibrücken eine noch schlechtere Trefferquote aufwies und dazu 16 Mal am teilweise überragenden Benedikt Köss scheiterte, reichte es für den Aufsteiger nicht zu einem Punktgewinn. pas

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