Der TSV Dormagen beseitigt mit einem 30:20-Erfolg in Stralsund die letzten Zweifel.

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Obwohl er angeschlagen in die Partie ging, erzielte Christoph Schindler in Stralsund neun Tore.

Obwohl er angeschlagen in die Partie ging, erzielte Christoph Schindler in Stralsund neun Tore.

Wentz

Obwohl er angeschlagen in die Partie ging, erzielte Christoph Schindler in Stralsund neun Tore.

Dormagen/Stralsund. Nun gibt es auch keine theoretischen Zweifel mehr am Klassenverbleibs des TSV Dormagen in der Handball-Bundesliga: Am Samstagabend gewann das Team von Kai Wandschneider mit 30:20 (13:6) beim Stralsunder HV, der damit definitiv in die 2. Liga Nord absteigen wird.

Der TSV hingegen ist vom 16. Tabellenplatz nicht mehr zu verdrängen - aufgrund der Insolvenzen von TUSEM Essen und der HSG Nordhorn findet in diesem Jahr die Relegation des 16. gegen den besten Zweiten der 2. Liga nicht statt.

Der beste Zweite aus den Ligen Nord und Süd wird unmittelbar aufsteigen. Mit Düsseldorf und Nettelstedt-Lübbecke stehen die Meister der beiden 2. Ligen und damit Aufsteiger bereits fest.

Christoph Schindler bringt den TSV früh auf die Siegesstraße

Vor 1050 Zuschauern in der Stralsunder Vogelsanghalle zerschlugen sich die letzten Hoffnungen der Gastgeber auf den Klassenverbleib bereits in den Anfangsminuten. Die Gäste aus Dormagen traten selbstbewusst auf und dominierten von der ersten Minute an das Spiel.

Trotz Schulterverletzung präsentierte sich Christoph Schindler erneut in Bestform und erzielte Tor um Tor - sieben der zehn Dormagener zur zwischenzeitlichen 10:3-Führung stammten von ihm. Die Gäste standen sicher in der Deckung vor einem gut aufgelegten Vitali Feshchanka und waren bestens vorbereitet auf die Stralsunder Offensive. So erlahmte bald die Hoffnung der Norddeutschen, an die relativ gute Leistung beim Sieg in Essen anschließen zu können.

In der zweiten Hälfte kamen die Gastgeber einmal kurz auf, in der 45. Minute hieß es "nur" noch 19:13 für den TSV. Doch mehr war letztlich nicht drin, die Dormagener drehten noch einmal auf und zogen mit vier Treffern in Folge bis auf 23:13 davon.

"Ein faires Spiel mit einem gerechten Ausgang", bilanzierte Dormagens Technischer Leiter Thomas Dröge nach dem Schlußpfiff. Einziger Wermutstropfen: Michiel Lochtenbergh scheiterte bei zwei Strafwürfen und verschlechterte damit seine Ausgangsposition in der Statistik der besten Siebenmeterwerfer.

"Man kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen: Höchster Auswärtssieg und Klassenverbleib gesichert. Wir sind halt Kämpfernaturen und haben auch in dieser Partie immer weiter gemacht", erklärte TSV-Trainer Kai Wandschneider nach der Partie an der Ostsee.

Angesprochen auf die das Restprogramm mit zwei Heim- bei einem Auswärtsspiel meinte der TSV-Coach: "Wir wollen noch vier Punkte holen, das sind wir allein unseren Phantastischen Fans schuldig."

Das vorletzte Heimspiel der Saison bestreitet der TSV Dormagen am kommenden Freitag, den 22. Mai um 19.30 Uhr im Sportcenter gegen die HSG Wetzlar.

Spielstatistik

Stralsund - TSV Dormagen20:30

Stralsunder HV: Tsilimparis, Brandt (6), Hoffmann (2), Samaras (3), Hinz, Libergs (4), Herholc, Präkels (3), Schwerin (1), Ney, Nincevic (1), Levshin

TSV Dormagen: Kurth, Feshchanka; Wisotzki (5), Schindler (9), Henkel (4), Zakharov (2), Meyer, Linder, Landsberg, Meckes (4), Laurencz (2), Lochtenbergh (4)

Zeitstrafen SHV: 5 (Brandt 1, Libergs 1, Ney 2, Nincevic 1) Zeitstrafen; TSV: 5 (Wisotzki 1, Schindler 1, Landsberg 1, Laurencz 1, Lochtenbergh 1)

Gelbe Karten: SHV: 3 (Libergs, Ney, Nincevic); TSV: 3 (Wisotzki, Landsberg, Lochtenbergh)

Rote Karten: keine

Siebenmeter: SHV: 2/1 (Brandt 1/1, Nincevic 1/0); TSV: 5/3 (Henkel 3/3, Lochtenbergh 2/0)

Schiedsrichter: Matthias Brauer Kay Holm

Zuschauer: 1050 (ausverkauft)

 

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