Nach dem 29:28-Auswärtssieg in Friesenheim reist der DHC Rheinland morgen zum Nachholspiel zum TuS-N-Lübbecke.

Erzielte das letzte DHC-Tor in Friesenheim: Arni Thor Sigtryggson.
Erzielte das letzte DHC-Tor in Friesenheim: Arni Thor Sigtryggson.

Erzielte das letzte DHC-Tor in Friesenheim: Arni Thor Sigtryggson.

Wentz

Erzielte das letzte DHC-Tor in Friesenheim: Arni Thor Sigtryggson.

Dormagen. Handball-Bundesligist DHC Rheinland kann in dieser Saison bislang nur in der Fremde gewinnen. Die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider feierte am späten Mittwochabend den zweiten Auswärtssieg dieser Saison beim 29:28 (15:15) bei der TSG Friesenheim. In einer dramatischen Schlussphase hatten die Gastgeber mit dem letzten Angriff die Möglichkeit, den Ausgleich zum 29:29 zu erzielen.

Doch der sechsfache Torschütze Gunnar Dietrich leistete sich Sekunden vor Schluss einen kapitalen technischen Fehler, mit dem das Spiel zugunsten der Rheinländer beendet war. Bereits morgen sind diese bereits wieder im Einsatz, wenn das verlegte Spiel des ersten Spieltag bei der TuS-N-Lübbecke nachgeholt wird. "Mit der Moral aus der Partie in Friesenheim sind wir auch dort nicht chancenlos", glaubt der DHC-Trainer.

Der empfand den Sieg vom Mittwoch wie ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk: "Alle haben eine Super-Moral gezeigt. Vor anderthalb Wochen hatte ich damit gerechnet, dass wir eine Chance in Friesenheim haben. Doch nach der Entwicklung in den letzten Tagen und den vielen angeschlagenen Spielern konnte ich davon nicht mehr ausgehen."

Die ärztliche Abteilung des DHC hatte hervorragend gearbeitet, denn sowohl Sigurbergur Sveinsson als auch Maximilian Holst standen zur Verfügung. Als "Becki" Sveinsson in der 23. Minute eingewechselt wurde, war freilich schnell klar, dass der wurfstarke Isländer seine Grippe noch nicht überstanden hatte. Die Knieverletzung machte Holst zwar zu schaffen, doch er stand als Siebenmeterschütze und später sogar in der Mitte und auf der linken Außenbahn zur Verfügung.

In der ersten Halbzeit legten die Gäste von Beginn an immer vor und führte mehrfach gar mit vier Toren. Daran beteiligte sich vor allem Rechtsaußen Daniel Wernig, der groß aufspielte und insgesamt elf Tore erzielte. Auch Torhüter Jens Vortmann zeigte eine glänzende Leistung und wehrte im Verlauf des Spiels 16 Bälle ab. Der Vorsprung konnte dennoch bis zur Pause nicht gehalten werden, auch weil der DHC allzu häufig in Unterzahl spielen musste.

Als Friesenheim nach dem Seitenwechsel in der 36. Minute mit zwei Toren (19:17) in Führung ging, sah es nach einer Wende im Spiel aus. Doch die Gäste konterten geschickt: Der gut aufgelegte Jan-Olaf Immel, Wernig und Kristian Nippes sorgten für das 19:20. Fortan wurde es hoch dramatisch, letztmalig führte Friesenheim 25:24 in der 51. Minute, doch Michiel Lochtenbergh, Wernig und Arni Thor Sigtryggsson mit drei Treffern in Folge sorgten für eine zwei-Tore-Führung, die die TSG an diesem Abend nicht ausgleichen sollte.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer