400 der weltbesten Ringerinnen kämpfen über Pfingsten im Sportcenter um Medaillen beim vom AC Ückerath veranstalteten Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland.

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Spitzensport wie hier von Nicole Hoffmann werden die Zuschauer beim Grand Prix in Dormagen erleben können.

Spitzensport wie hier von Nicole Hoffmann werden die Zuschauer beim Grand Prix in Dormagen erleben können.

Wentz

Spitzensport wie hier von Nicole Hoffmann werden die Zuschauer beim Grand Prix in Dormagen erleben können.

Dormagen. Im nacholympischen Jahr meldet der AC Ückerath eine kaum für möglich gehaltene Steigerung: 400 Ringerinnen aus 22 Nationen wurden inzwischen von ihren Verbänden für den 6. Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland gemeldet.

Die Veranstaltung vom 29.-31. Mai ist gleichzeitig das 12. Hans-von-Zons-Turnier. Mit dabei sind wieder viele der weltbesten Athletinnen. Auf vier Matten kämpfen Olympia-, WM- und EM-Teilnehmerinnen im TSV Sportcenter um Medaillen. So ist erneut die Kanadierin Tonya Verbeek dabei, die bei den Olympischen Spielen in Peking Bronze gewann.

Um Medaillen und Prämien kämpfen beispielsweise die Weltmeisterinnen Ekaterina Melnikova und Anastasia Bratchikova aus Russland sowie die Europameisterinnen Ekaterina Krasnova (Russland), Johanna Mattsson (Schweden), Monika Michalik (Polen) oder die Lettin Anastasija Grigorjeva. Bei den Kadettinnen unterziehen sich ebenfalls zahlreiche Trägerinnen internationaler Titel einem wichtigen Formtest.

Zahlenmäßig große Gruppen kommen insbesondere aus Russland, Polen, Schweden, Kanada und Frankreich. Für den gesamten weiblichen Bundeskader des Deutschen Ringer-Bundes ist das Turnier in Dormagen eine Pflichtveranstaltung.

Die beiden Dormagener Trainer des Landesleistungsstützpunktes Heinz Schmitz und Detlef Ballas hoffen natürlich auf ein möglichst gutes Abschneiden ihrer Schützlinge, die sich für weitere internationale Aufgaben empfehlen wollen. Aber Prognosen fallen in diesem Jahr besonders schwer: "Das Turnier ist so stark besetzt, da hängt sicher auch einiges von der Auslosung der Kämpfe ab", betont Schmitz.

Die Athletinnen treffen im TSV Sportcenter im Laufe des Freitages ein. Dort finden zunächst Akkreditierung und Waage statt. Am Samstag beginnt der Wettbewerb gegen 9.30 Uhr. Aufgrund der vielen Anmeldungen haben die Veranstalter den Ablauf geändert und werden mit dem Einmarsch der Ringerinnen und der offiziellen Eröffnung durch Schirmherrn Rudolf Esser, Geschäftsführer der evd energieversorgung dormagen, um 9 Uhr starten.

Die Ansagen durch einen professionellen Sprecher und die Anzeige der Punktestände auf großen Monitoren sind Zuschauer freundlich. AC-Geschäftsführer Günter Suling: "Die Besucher erhalten somit eine ständige Information über die aktuellen Kämpfe." Wie international üblich besteht auch wieder die Möglichkeit des Videobeweises nach unklaren Situationen. Die Unterbringung der Sportlerinnen koordiniert Bärbel Suling, bei der die Fäden des Weltcups zusammenlaufen.

Gespannt sein darf man auf das Auftreten von Natascha Ballas (AC Ückerath) nach ihrem dreiwöchigen Trainingslager in China. Auf Vereinskollegin Nina Hemmer, im letzten Jahr Zweite ihrer Gewichtsklasse, wartet ein spezieller Vergleich mit Julia Richter um die Teilnahme an der Europameisterschaft.

Der "Grand Prix der Bundesrepublik Deutschland" nimmt längst einen festen Platz im internationalen Sportkalender ein - es ist das einzige Weltcup-Turnier für Frauen, Juniorinnen und Kadettinnen im Bundesgebiet. "Und wir wissen nun auch, dass es weltweit kein zweites vergleichbares Turnier dieser Größenordnung gibt", stellt Detlev Zenk, der Vorsitzende des AC Ückerath, nicht ohne Stolz fest.

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