SC Kapellen tut sich beim 2:0-Erfolg über den Tabellenletzten Union Solingen schwer und trifft erst in der Nachspielzeit.

Der Ball wollte lange Zeit einfach nicht ins Solinger Tor – auch nicht aus bester Position.
Der Ball wollte lange Zeit einfach nicht ins Solinger Tor – auch nicht aus bester Position.

Der Ball wollte lange Zeit einfach nicht ins Solinger Tor – auch nicht aus bester Position.

Wentz

Der Ball wollte lange Zeit einfach nicht ins Solinger Tor – auch nicht aus bester Position.

Grevenbroich-Kapellen. Immer wieder vergrub Michael Habermann sein Gesicht in den Händen, wollte sich das "Gekicke" auf dem grünen Rasen des Erftstadions gar nicht mehr mit ansehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte "sein" SC Kapellen bereits zwei Spieler mehr auf dem Feld als der Gegner 1. FC Union Solingen.

Und trotz der numerischen Überlegenheit konnte keiner der 375 Zuschauer den Eindruck gewinnen, als würden die Gastgeber ihr Glück noch zwingen, als würden sie hier noch zu einem Erfolg kommen können.

Doch just in dem Moment, als die Zuschauer begannen abwandern zu wollen, schlug der eingewechselte Benjamin Schütz einen Ball von der rechten Außenseite auf den kurzen Pfosten. Mathias Szczygiol, Torhüter der Gäste und zuvor sicherer Rückhalt, tauchte in das bedrohte Eck und faustete den Ball ins eigene Tor (90.+2). "Ich hatte den Eindruck, wir hätten noch ewig weiterspielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Es gibt so Tage, doch am Ende war uns das Glück hold", erklärte Habermann nach dem Abpiff.

Zweimal gelb-rote Karte für Dominik Montag

Schiedsrichter Torsten Schwerdtfeger aus Essen schien den Platz gar nicht verlassen zu wollen, ließ insgesamt fast fünf Minuten nachspielen. Zuvor hatte er sich mit den beiden Gelb-Roten Karten gegen Dominik Montag (63., wiederholtes Foulspiel) und Union-Kapitän Enrico Kowski (70., wiederholtes Meckern) den Unmut der nicht gerade zimperlich auftretenden Solinger Fans zugezogen.

Auch das Kapellener Duo Habermann/Klaus Schütz reagierte auf die Möglichkeit eines Platzverweises und nahm den gefährdeten Sven Raddatz in der 85. Minute vom Platz. "Wir wollten kein Risiko eingehen und hatten den Eindruck, dass der Unparteiische bereit gewesen wäre, noch weitere Spieler vom Platz zu schicken, daher die Maßnahme. Außerdem wollten wir nichts unversucht lassen, um doch noch zu gewinnen", so Habermann.

Die Solinger konnten am Ende die erneute Niederlage, die sie weiter mit nur einem Punkt am Tabellenende belässt, kaum fassen: "Wir waren hier nicht die schlechtere Mannschaft und waren selbst nach dem ersten Platzverweis gleichwertig. Der zweite hat uns dann den Zahn gezogen, auch wenn wir hier dennoch einen Punkt verdient gehabt hätten", so Neu-Trainer Philipp Obloch.

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