Hamborn schlägt Bösinghoven mit 3:1. Gast hadert mit dem Schiedsrichter.

Bösinghoven. Der TuS Bösinghoven hat das Gipfeltreffen in der Landesliga bei Hamborn 07 mit 1:3 verloren, haderte nach dem Abpfiff allerdings mit der Leistung des Schiedsrichters. Und das hatte gleich mehrere Gründe: Zunächst einmal musste Axel Lawareé schon nach 18 Minuten wegen einer angeblicher Tätlichkeit frühzeitig den Platz verlassen. Auf der anderen Seite ließ der Referee bei Fouls der Gastgeber jedoch mehrfach Gnade vor Recht ergehen. Als das entscheidende 3:1 für die Hausherren in der 83. Minute dann auch noch aus einer klaren Abseitsstellung fiel, drohte die Partie zu eskalieren. Robert Palikuca sah wegen Meckerns Gelb-Rot und folgte seinem ehemaligen Düsseldorfer Mannschaftskollegen Lawareé vor dem Abpfiff unter die Dusche.

Dabei begann der bisherige Tabellenzweite aus Bösinghoven die Begegnung beim Spitzenreiter durchaus mutig, wurde aber bereits nach vier Minuten bitter für sein nachlässiges Abwehrverhalten bestraft. 600 Zuschauer bejubelten die Führung der Sportfreunde aus Duisburg durch Daniel Brosowski. Nachdem Lawareé dann vom Platz musste, legten die Hamborner kurze Zeit später das 2:0 durch Michael Tißen nach. Wieder reichte ein simpler Doppelpass aus, um die TuS-Abwehr aus den Angeln zu heben. War das schon die Entscheidung?

Die Bösinghovener wirkten in der Folgezeit wie paralysiert, erst eine Chance von Semir Purisevic weckte den Gast aus seiner Lethargie. Zu Beginn des zweiten Durchgangs schien Hamborn sich zunächst auf das Verwalten des Vorsprungs beschränken zu wollen. Die Bösinghovener gaben sich jedoch keineswegs auf und starteten einige vielversprechende Angriffe in Richtung des gegnerischen Tores. Christian Spielmann und Robert Palikuca hatten jeweils den Anschlusstreffer auf dem Fuß, scheiterten jedoch.

Auf der Gegenseite boten sich nun natürlich Lücken für Hamborner Konter, doch TuS-Keeper Marco Schmitz hielt seine Mannschaft im Spiel. 20 Minuten vor dem Ende fiel dann tatsächlich das 1:2: Kerim Gürdal spielte Palikuca frei, der den Ball weiter auf den freistehenden Spielmann leitete - schon war’s passiert. Doch in der hitzigen Schlussphase raubte das 3:1 für die Gastgeber durch den eingewechselten Dejan Orlovic der Mannschaft von Trainer Wolfgang Jeschke jegliche Hoffnung.

Der TuS fällt durch diese Niederlage hinter Hamborn und den FSV Duisburg, der beim VfR Warbeyen über ein 1:1 nicht hinauskam, vorläufig auf Rang drei zurück.

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