NEV schlägt Stuttgart mit 7:3. Nach 6:0-Vorsprung lassen Neusser sich provozieren.

Der Neusser Sven Ernst sorgte mit dem 4:0 gegen Stuttgart für die Vorentscheidung.
Der Neusser Sven Ernst sorgte mit dem 4:0 gegen Stuttgart für die Vorentscheidung.

Der Neusser Sven Ernst sorgte mit dem 4:0 gegen Stuttgart für die Vorentscheidung.

Franke

Der Neusser Sven Ernst sorgte mit dem 4:0 gegen Stuttgart für die Vorentscheidung.

Neuss. Bis zur 45. Spielminute hatte das Spiel des Neusser EV gegen den Stuttgarter EC in der Oberliga-Aufstiegsrunde einen normalen Verlauf genommen Doch nach dem 6:0 für den NEV wurde auf dem Eis nur noch geprügelt und entsprechend Strafen abgesessen. Der Gastgeber gewann dennoch mit 7:3 (3:0, 2:0, 2:3) und bleibt als Dritter der Tabelle auf Play-off-Kurs.

Dass das Spiel am Freitag gegen die DEG II (2:4) viel Kraft gekostet hatte, merkte man den NEV-Cracks gegen ausgeruhte Stuttgarter lange Zeit kaum an. Nach 16 Minuten führte der NEV bereits mit 3:0 durch Boris Fuchs (2.), Rob Campbell (8.) und Max Lingemann nach einer 4:3-Überzahl.

Was hätte da noch schief gehen sollen? Als Sven Ernst das 4:0 erzielte (28.) und Kai Oltmanns bei doppelter Überzahl (33.) gar zum fünften NEV-Treffer kam, war das Spiel vorzeitig entschieden.

Doch die Neusser begannen sich nun angesichts nachlassender Kräfte gegen die ständigen Fouls der Stuttgarter mit unfairen Mitteln zu wehren und landeten reihenweise auf der Strafbank (insgesamt 26 Minuten). Nach dem 6:0 durch Campbell in Überzahl (45.) ging es für neun Minuten in Unterzahl weiter - was die Stuttgarter zu drei Treffern in Folge nutzen konnten.

Stuttgarts Trainer Danny Held nahm drei Minuten vor dem Spielende beim Stand von 3:6 und Überzahl seinen Torhüter für einen weiteren Feldspieler heraus. Die passende Antwort von Daniel Hatterscheid war dann das Empty-Net-Goal zum 7:3.

Ob es der NEV wirklich nötig hatte, sich auf die nickelige Art der Stuttgarter einzulassen, steht auf einem anderen Blatt. Bei anderer Gelegenheit in einer ähnlichen Situation hatte mal ein NEV-Spieler verlauten lassen: "Wir sind schließlich Männer und lassen uns so etwas nicht gefallen."

Nur dumm, dass solche Aktionen von den Schiedsrichtern natürlich nicht geduldet werden können. Viele Neusser Eishockey-Fans hatten offenbar im Vorfeld mit einem klaren Sieg des NEV gerechnet und waren erst gar nicht in den Südpark gegangen (nur 160 Besucher).

Fazit der wilden Raufereien: Daniel Pering muss nach seiner Spieldauer-Disziplinarstrafe am Freitag in Frankfurt zuschauen. Auch die Sammlung an Zehn-Minuten-Strafen für Max Lingemann wird immer umfangreicher, so dass bald ein Spiel Sperre droht. In der Tabelle führt nun der ESV Hügelsheim (24 Punkte) vor der DEG II (21) und dem NEV (20).

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