Aufopferungsvoller Kampf und ein großartiger Carsten Solbach sichern den 4:3-Sieg.

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Holger Schrills verwandelt gegen Duisburg den entscheidenden Penalty zum 4:3-Sieg des NEV.

Holger Schrills verwandelt gegen Duisburg den entscheidenden Penalty zum 4:3-Sieg des NEV.

Franke

Holger Schrills verwandelt gegen Duisburg den entscheidenden Penalty zum 4:3-Sieg des NEV.

Neuss. Einfach schade, dass sich am Freitag Abend nur 386 zahlende Besucher an den Kassen der Südpark-Eissporthalle vorbeischlängelten - zu Beginn der Oberliga-Aufstiegsrunde schlug nämlich der Neusser Eishockey Verein den hohen Favoriten Duisburg völlig überraschend mit 4:3 nach Penaltyschießen (1:0, 1:3, 1:0).

Das befürchtete Schneechaos war zum Glück ausgeblieben, doch die gut 200 Duisburger Gästefans erlebten gleich in der dritten Minute ihr Chaos als Karl Jasik in Überzahl von der blauen Linie mit einem glasharten Schuss abzog und zum 1:0 traf.

Das gab dem NEV im vermeintlich ungleichen Duell (der Etat der Duisburger ist um 200 000 Euro höher) so viel Auftrieb und Selbstbewusstsein, dass von da ab "auf Augenhöhe" gekämpft und gespielt wurde, auch wenn die Duisburger nach einem weiteren Treffer von Karl Jasik zu einer 3:2-Führung in der 36. Minute durch ihren überragenden finnischen Spieler Mikka Jäske (zwei Tore) kamen.

Der NEV gab nie auf und mit lautstarker Unterstützung von den Rängen gelang auch noch Holger Schrills in der 45. Minute der umjubelte Ausgleich zum 3:3. Der NEV rettete sich dann mit aufopferungsvollen Kampf und dem Können von Torhüter Carsten Solbach ins Penaltyschießen.

Dort traf nur Holger Schrills für Neuss und Solbach hielt einfach alles. "Wie haben speziell für dieses Spiel geübt, die Laufwege kontrolliert und mit einfachen Mitteln den Duisburger den Schneid abgekauft", meinte NEV-Trainer Andre Fuchs, der auch ganz klar erklärte, dass "der NEV sogar Platz eins im Visier hat."

Am Sonntagabend musste der NEV zum zweiten Spiel der Aufstiegsrunde in Hamm antreten. Das Spiel dauerte bei Redaktionsschluss noch an. Fest steht seit Samstag endlich auch die Aufstiegsregelung: die besten sechs aus der OL-Aufstiegsrunde steigen in die künftige Oberliga Nord/West auf.

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