Neuss unterliegt in Dinslaken mit 2:6. Kräfteverschleiß war nach Freitagspiel zu groß.

Neuss. Nur für 48 Stunden konnte sich der Neusser EV an der Tabellenführung in der Oberliga-Aufstiegsrunde erfreuen. Nach der 2:6-Niederlage (1:3, 1:1, 1:2) in Dinslaken am späten Sonntagabend musste der NEV die Spitze wieder räumen, da Hügelsheim gleichzeitig die Ratinger mit 11:4 abfertigte.

Dem NEV merkte man in Dinslaken deutlich an, dass der Kräfteverschleiß beim 5:1-Erfolg gegen Hügelsheim am Freitagabend doch größer als vermutet war. Darüber hinaus machte sich das Fehlen von den im Hügelsheim-Spiel verletzten Gilbert Schröder, Boris Fuchs und Daniel Pering stark bemerkbar. Daniel Hatterscheid fehlte wegen seiner Spieldauer-Disziplinarstrafe.

So musste NEV-Trainer Andrej Fuchs sämtliche Reihen neu formieren und dabei sogar noch auf Juniorenspieler zurückgreifen, die erst am Vorabend gegen Ratingen mit 8:7 in einem packenden Spiel um die Tabellenführung der NRW-Juniorenliga gewonnen hatten.

In den ersten 20 Minuten stand der NEV ziemlich neben sich. Das 1:0 der Dinslakener durch Sohlmann (8.) entsprang ebenso einem Abwehrschnitzer wie die beiden Treffer von Dirk Schmitz und erneut Sohlmann in der 15. Spielminute innerhalb von nur 29 Sekunden, nachdem zuvor Evgenij Kozhevnikov in Überzahl ausgeglichen hatte.

Dem 1:3-Rückstand lief der NEV dann lange vergeblich hinterher, kam durch Kai Oltmanns in der 36. Minute nochmals auf 2:3 heran, doch der Treffer der Dinslakener zum 2:4 kurz vor der zweiten Drittelpause durch Sohlmanns dritten Treffer sorgte für die Vorentscheidung.

Die Neusser entwickelten im Schlussdrittel noch einmal viel Kampfgeist, jedoch konnte man eine Reihe von guten Chancen nicht nutzen. Dann schwanden die Kräfte zusehends, was die Dinslakener durch Musga (51.) und Nimako (60.) zu zwei weiteren Treffern nutzen konnten. Im Schlussdrittel hatte zusätzlich auch noch Kozehvnikov wegen einer Verletzung passen müssen.

Fazit: Nur ein kompletter NEV ist in der Oberliga-Aufstiegsrunde eine Macht. Nach sechs Siegen in Folge kam nun der Dämpfer gegen Dinslaken, das sich noch Chancen auf den vierten Play-Off-Platz ausrechnet, finanziell aber arg angeschlagen ist. Käme es schon am kommenden Wochenende bereits zu den Halbfinalspielen in den Play-Offs, müsste der NEV gegen Dortmund antreten. Am Freitag trifft der NEV im drittletzten Spiel auf Ratingen.

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