Der NEV empfängt am Freitagabend den Westmeister.

Max Lingemann spielte früher in Dortmund.
Max Lingemann spielte früher in Dortmund.

Max Lingemann spielte früher in Dortmund.

Franke

Max Lingemann spielte früher in Dortmund.

Neuss. Vor der Karnevalspause am kommenden Wochenende hat der Neusser EV in der Oberliga-Aufstiegsrunde noch zwei Spiele auf dem Programm, die von den Anforderungen her nicht unterschiedlicher sein können.

Am Freitagabend (20 Uhr, Südparkhalle) geht es gegen den West-Meister EHC Dortmund. Am Sonntag tritt der NEV dann beim bisher sieglosen Hessenmeister RSC Darmstadt an.

Auf das Spiel gegen die Dortmunder freuen sich viele NEV-Fans ganz besonders. Zum Auftakt der Aufstiegsrunde konnte der NEV in Dortmund mit 2:0 gewinnen - eine Niederlage, die die Dortmunder sehr schmerzte, hatte man doch in der Regionalliga kaum Mühe mit dem NEV.

Doch nach dem 9:2-Erfolg des Westmeisters Ende November in Dortmund (der NEV konnte damals nur 13 Feldspieler aufbieten) haben sich die Zeichen an den Westfalenhallen umgekehrt. Nach dem Rauswurf von Trainer Jesse Panek, der mit seinem Team damals an der Spitze stand, machte sich in Dortmunder Reihen Unzufriedenheit breit.

"Gleich vier von denen standen bei uns auf der Matte und wollten in Neuss spielen", erinnert sich der NEV-Vorsitzende Werner Link an jene denkwürdige Situation. Es kam letztlich nur zu einer Vertragsverpflichtung mit Max Lingemann, der in Dortmund lediglich einen Vertrag bis zum Jahresende hatte.

Bei den anderen Spielern beharrte der Vorstand der Dortmunder hingegen auf Vertragserfüllung - was Sebastian Bongartz dazu veranlasste, gar nicht mehr aufs Eis zu gehen, da er keine Freigabe für die Neusser bekam, während Trainer-Filius Sascha Panek bei den Ratingern unterkam.

Dortmund kämpft gegen Essen um die Play-Off-Teilnehme

Die Dortmunder hatten sich wiederum bei den Hernern (Sven Linda, Danny Fischbach) bedient, die nur noch mit Vollprofis in der dritten Liga arbeiten wollten. Dortmunds Trainer Sikorski war zuvor in Herne entlassen worden.

Inzwischen weiß man in Dortmund, was die Stunde geschlagen hat. Als Tabellenvierter kämpft man um die Play-Off-Teilnahme (nur drei Punkte Vorsprung auf Essen), zumal man sich zu Saisonbeginn selbst als klaren Aufstiegsfavoriten bezeichnet hatte.

Gerne würde der NEV auch am Freitagabend gegen die Dortmunder wieder gewinnen. Aber im Ruhrgebiet hat man die Devise "jetzt erst recht" ausgegeben - was einen offenen Kampf erwarten lässt, in dem die Defensivabteilungen für die Entscheidung sorgen sollten: Wer besser abräumt und sicherer agiert, wird wohl als Sieger das Eis verlassen.

Der NEV ist hinter Hügelsheim (30 Punkte) mit 26 Punkten derzeit Zweiter vor der DEG II (24), die am Freitagabend nicht spielt, so dass sich an der Tabellenkonstellation nichts verändern kann. Am Sonntag (18 Uhr) geht es nach Darmstadt. Schon im Hinspiel kannte der NEV beim 13:0-Erfolg mit dem Hessenmeister kein Erbarmen.

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