NEV gewinnt bei Tabellenführer ESV Hügelsheim mit 7:1.

Immer wieder Humba: Der zweifache Torschütze Holger Schrills (links) dirigiert nach dem 7:1-Sieg des NEV in Hügelsheim die After-Game-Show.
Immer wieder Humba: Der zweifache Torschütze Holger Schrills (links) dirigiert nach dem 7:1-Sieg des NEV in Hügelsheim die After-Game-Show.

Immer wieder Humba: Der zweifache Torschütze Holger Schrills (links) dirigiert nach dem 7:1-Sieg des NEV in Hügelsheim die After-Game-Show.

Bernward Franke

Immer wieder Humba: Der zweifache Torschütze Holger Schrills (links) dirigiert nach dem 7:1-Sieg des NEV in Hügelsheim die After-Game-Show.

Neuss. Was bloß ist mit dem Neusser Eishockey Verein los? Mit dem 7:1 (1:1, 3:0, 3:0) Erfolg beim Aufstiegsfavoriten ESV Hügelsheim gelang dem NEV eine weitere Überraschung. Dabei hatte alles vor 719 zahlenden Zuschauern in der Nähe von Baden-Baden wie erwartet begonnen.

Die Hügelsheimer gingen gleich beim ersten Überzahlspiel in der dritten Minute durch ihren Neuzugang Wasili Sharapa in Führung. Und den zehn mitgereisten NEV-Fans stockte immer wieder der Atem, als sich NEV-Torhüter Carsten Solbach Hügelsheimer Angriffen zu erwehren hatte, aber alles hielt.

Aber die Neusser gaben nicht klein bei und so kam es, wie es kaum jemand zu hoffen gewagt hatte - der NEV glich durch Max Lingemann bei einem Überzahlspiel in der 18. Minute aus.

Im zweiten Drittel hatten die Hügelsheimer ihre Schreckminuten, als Holger Schrills (32. Minute) und Rob Campbell (33. Minute) trafen. Und nach dem Überzahltor von Max Lingemann (38.) zum 4:1 herrschte bei den Gastgebern Panik pur. Eine Auszeit und ein Torwartwechsel sollte es nochmals bringen, schließlich hatten die Hügelsheimer nicht nur als Tabellenführer der Oberliga-Aufstiegsrunde sondern auch als Meister von Baden-Württemberg in dieser Saison seit September noch kein einziges Spiel verloren.

Da es im Schlussdrittel natürlich in diesem Spitzenspiel immer härter zur Sache ging, waren auch die Schiedsrichter immer stärker gefordert. Am meisten erwischte es den NEV, der in nicht einmal vier Minuten gleich sieben Zwei-Minuten-Strafen kassierte: viel Platz auf der kleineren (nach kanadischen Maßen gebauten) Eisfläche, und die Chance für Evgenij Kozhevnikov.

Der sorgte in Unterzahl in der 47. Minute für die Entscheidung (5:1) und für das völlige Verstummen der Hügelsheimer Zuschauer. Besonders waren die Neusser noch einmal entzückt, als Holger Schrills mit seinem zweiten Treffer (57.) und Daniel Hatterscheid in der Schlussminute die Hügelsheimer auch noch von der Tabellenspitze schossen, die an die spielfreie DEG 2 dank der besseren Tordifferenz zurückfiel.

Am Sonntagabend hatte der NEV die ganz große Chance (das Spiel hatte erst bei Redaktionsschluss begonnen) mit einem Sieg gegen den EC Dinslaken für ein echtes Spitzenspiel am Freitag im Südpark zu sorgen, wenn der Erste (DEG 2, 15 Punkte) gegen den möglichen Zweiten NEV (14) im Südpark aufläuft.

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