Gegen Leichlingen erreichte der NHV ein 26:26-Remis.

Rein vom Tabellenstand konnte man von einer klaren Sache ausgehen. Der abstiegsbedrohte Neusser HV empfing den Tabellenvierten aus Leichlingen. Doch das Heimteam, bei dem Felix Handschke sein Debüt gab, hielt den Favoriten beim packenden 26:26-Unentschieden (Halbzeit: 15:13) in Schach und war drauf und dran, mehr als nur einen Punkt mitzunehmen. Den ersten Treffer der Begegnung in der Hammfeldhalle erzielte der Gast, doch danach gingen die Leichlinger erst in der 41. Minute wieder in Führung. Da lag schon eine hitzige erste Hälfte hinter den Akteuren. Angeführt von dem überragenden Kapitän Thomas Bahn (sieben Treffer), der nach der Begegnung seine Vertragsverlängerung um zwei Jahre bekannt gab, waren es die Neusser, die den Konkurrenten meist auf Abstand hielten.

Die Neusser waren mit Tempogegenstößen gefährlich

Neben den Treffern von Bahn traf der NHV vor allem über schnelle Gegenstöße nach Ballgewinn und über die Außen. Egal, ob Markus Breuer oder Viktor Fütterer (beide mit drei Treffern in der ersten Halbzeit) zum Kreis zogen, immer kam Gäste-Torwart David Ferne unter Druck. In der 23. Minute war es dann soweit: Felix Handschke, kurz vor der Begegnung vom Ligakonkurrenten Duisburg verpflichtet, lief zum ersten Mal für den Tabellenzwölften auf und zeigte mit dem Treffer zum 11:9 direkt, dass er der Mannschaft von Trainer René Witte weiterhelfen wird. Doch der Leichlinger TV, bei dem in der ersten Halbzeit vor allem Rückraumspieler Valdas Novickis überzeugte, ließ nicht locker. Immer wieder gelang der Ausgleich, doch zur Pause stand es 15:13 für Neuss.

So sollte es auch im zweiten Spielabschnitt weitergehen und es sah gut aus, als Kreisläufer Philip Schneider zum 16:13 nach Vorlage von Handschke traf. Doch danach ließ der NHV unerklärlicherweise nach und musste den 16:16-Ausgleich hinnehmen. Kurz danach ging der Gast, nun angetrieben von Tim Hilger, durch einen 4:0-Lauf in Führung. Es schien die Vorentscheidung gefallen, vor allem weil der NHV sich in dieser Phase zu viele leichte Fehler erlaubte. Doch dann schlug die Stunde von Ersatztorwart Jascha Schmidt, der seine Mannschaft mit gleich zwei gehaltenen Siebenmetern sowie mehreren starken Paraden im Spiel hielt.

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse

Die 26:24-Führung des NHV egalisierte Leichlingen zum 26:26 (59.). Doch damit nicht genug: Das Schiedsrichtergespann belegte in der Schlussminute nacheinander drei Gästespieler mit Zeitstrafe und Roter Karte – dreifache Überzahl und Ballbesitz für den NHV, zwei Sekunden vor Schluss. Felix Handschke hätte in seinem ersten Spiel direkt zum Matchwinner werden können, doch sein Wurfversuch wurde geblockt, so dass es beim 26:26-Remis blieb. pr

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