Der OTV verlangt Spitzenreiter Velbert alles ab und gerät erst in letzter Minute auf die Verliererstraße.

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Beste OTV-Spielerin in Velbert war Minh-Thi Ngo.

Beste OTV-Spielerin in Velbert war Minh-Thi Ngo.

Ingel

Beste OTV-Spielerin in Velbert war Minh-Thi Ngo.

Osterath. Den Baskets aus Velbert zum Titelgewinn zu gratulieren, wäre am Samstagabend wohl verfrüht gewesen. Dafür ist die Spielzeit in der Oberliga noch zu lang.

Doch zumindest für den Osterather TV ist der Meisterschaftszug nach dem unnötigen 56:63 nach Verlängerung jetzt wohl abgefahren. „Realistisch gesehen, war’s das für uns. Jetzt können wir die Saison ganz locker ausklingen lassen“, sagt ein leicht frustrierter Trainer Benjamin Simon.

In einer anfangs von beiden Seiten nervös geführten Partie (8:7 für den OTV nach dem ersten Viertel) fanden die Osteratherinnen bis zur Pause deutlich besser ins Spiel. Der Tabellenführer wurde im zweiten Viertel regelrecht an die Wand gespielt (22:15). Doch zu Beginn des zweiten Durchgangs folgte ein ebenso bitterer wie unerklärlicher Einbruch: Beim 4:13 im dritten Viertel gelangen dem Gast nur ganze zwei Körbe. Simon: „Da ging gar nichts.“

Es folgte ein absolut ausgeglichenes Abschluss-Viertel, so dass es nach 40 Minuten 49:49 unentschieden stand. Der OTV startete zunächst auch gut in die Verlängerung, aber nachdem sowohl Andrea Gather als auch Anette Strohmeyer mit dem jeweils fünften Foul vom Platz mussten, nutzte Velbert die plötzliche Unsicherheit bei den Osteratherinnen kaltschnäuzig aus und setzte sich in den letzten 90 Sekunden entscheidend ab.

„Wir haben drei von vier Viertel gewonnen, da kann man sich eigentlich nicht beschweren“, so Simon, der jedoch sehr wohl etwas an der miserablen Freiwurfquote (nur acht von 19) auszusetzen hatte. „Das war jämmerlich“, urteilt der Coach, dem bei seinem Team „im entscheidenden Moment einfach das Feuer fehlte“. Einzige Osteratherin, die in Velbert zweistellig traf, war Minh-Thi Ngo (12).

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