Die WZ stellt die Erstplatzierten in den drei Bewertungs-Kategorien nach Schultyp vor.

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Im Mittelpunkt: Louka.

Im Mittelpunkt: Louka.

Im Mittelpunkt: Louka.

Rhein-Kreis Neuss. Die Jury hatte eine schwere Aufgabe, so vielseitig waren die Bewerbungen. Resonanz und Art der Anträge zeigten, dass die Schulen mit großem Aufwand und viel Leidenschaft ihre Projekte bewerben.

„Wir wollen unsere Schule nach außen öffnen“, sagte dann auch Siegfried Knaul, Rektor der Schule am Nordpark in Neuss und am Donnerstag Gastgeber. Die Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung hatte sich gleich mit vier Projekten beworben und konnte die Jury mit einer ausgefallenen Idee begeistern. Der 13 Monate alte Schulhund Louka ist nicht nur süß, sondern sorgt bei den 148 Schülern auch für ein besseres Lernklima.

Ziel ist, den Kindern ein tragfähiges Sozial- und Lernverhalten zu vermitteln. „Die Schüler übernehmen Verantwortung in der Versorgung des Hundes und können ihre emotionalen Kompetenzen ausbauen“, sagte Stephan Falke, der stellvertretende Schulleiter.

Bei den weiterführenden Schulen belegte die Hans-Sachs-Schule aus Grevenbroich den ersten Platz: Ehrenamtliche Kräfte unterstützen die Hauptschüler in den Hauptfächern. Die Ehrenamtler bauten mit Jugendlichen eine Cateringfirma auf oder besuchten ein Altenheim.

Die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund konnte so verbessert werden. Beide Seiten profitieren von dieser Kooperation: Die ehrenamtlichen Helfer bereichern durch die Arbeit ihren Alltag, die Hauptschüler entdecken neue Vorbilder und finden Orientierung.

Die meisten Einsendungen gab es in der Kategorie Grundschulen: Hier konnten die „Gartenzwerge“ der Geschwister-Scholl-Schule den ersten Platz für sich verbuchen. Die Gartenzwerge sind eine Arbeitsgemeinschaft der offenen Ganztagsbetreuung.

Einmal in der Woche wird im Schulgarten gewerkelt, doch die Arbeit geht über den klassischen Garten hinaus: Es wurde ein Insektenhotel, ein Solarofen und ein Regenwurmschaukasten errichtet. „Wir wollen die Kinder an die Natur heranführen, ihre Sinne herausfordern und ihnen Kenntnisse über Pflanzen, Tiere und Umwelt beibringen“, erklärt Silvia Burckhardt, Erzieherin aus der OGS, das Konzept. E.S.

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