Rhein-Kreis. Die Creditreform hat den regionalen Schuldner-Atlas für den Rhein-Kreis Neuss, Düsseldorf und den Kreis Mettmann vorgestellt. Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Düsseldorf 2017 um 16,4 Prozent zurückgegangen ist, hat die Zahl der Firmenpleiten im Rhein-Kreis um 9,5 Prozent zugenommen. Insgesamt meldeten 2017 im Kreisgebiet 208 Unternehmen Insolvenz an, 18 mehr als 2016.

Allerdings wurde in den vergangenen zehn Jahren lediglich 2007 ein leicht besserer Wert für den Rhein-Kreis Neuss gemessen. Bundesweit wurde 2017 Creditreform zufolge zum achten Mal in Folge ein Rückgang der Firmeninsolvenzen (minus 6,3 Prozent) verzeichnet. Das liegt auch an der guten Konjunktur, von der die Unternehmen in Düsseldorf offenbar stärker als jene im Rhein-Kreis profitieren konnten. Dennoch befindet sich die Wirtschaft in der Region weiterhin in einer konjunkturellen Hochphase. Der Geschäftsklima-Index im Rhein-Kreis erreichte im Sommer 2017 zum vierten Mal in Folge ein neues Allzeit-Hoch.

Das geht auch aus der gemeinsamen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein, an der knapp 750 Unternehmen mit 75 000 Beschäftigten teilgenommen haben, hervor. Das Fazit: Die regionale Wirtschaft befindet sich zu Jahresbeginn 2018 in einer Phase der Hochkonjunktur. Die Unternehmen melden eine im Vergleich zum Spätsommer 2017 noch einmal verbesserte Geschäftslage. Eine günstigere Lagebewertung gaben die Betriebe zuletzt im Spätsommer 2007 ab. Auch im Rhein-Kreis meldet die Mehrzahl der Unternehmen eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Vor allem die Industrie boomt: 53 Prozent der exportierenden Industrieunternehmen in der Region konnten in den vergangenen Monaten eine steigende Zahl an Bestellungen aus dem Ausland verzeichnen, nur 18 Prozent mussten einen Rückgang hinnehmen. Red

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