Das Forum „Albert-Einstein“ wird 2018 saniert. Als Ersatzspielstätte gilt die Halle des Möbelhauses.

Kaarst. Im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Kulturausschuss wurde jetzt darüber beraten, wie das überaus erfolgreiche Kleinkunstprogramm möglichst schadlos die Renovierung des Albert-Einstein-Forums überstehen kann. Die Arbeiten sollen Anfang 2018 erfolgen und rund ein halbes Jahr dauern.

Zahl der Alternativen ist begrenzt

Die Mittel, die für eine Ersatzspielstätte bereitgestellt werden können, sind angesichts der angespannten Haushaltslage begrenzt. Fest steht: Ganz ohne Einschränkungen wird es nicht gehen. Und: Die Zahl der möglichen Alternativen zum Albert-Einstein-Forum ist sehr begrenzt. „Das Problem, eine Ersatzspielstätte zu finden, die mit vertretbarem finanziellen Aufwand hergerichtet werden kann, liegt uns schwer im Magen, denn die Zeit drängt, die Verträge mit den Künstlern müssen abgeschlossen werden“, erklärte Kulturdezernent Sebastian Semmler im Haupt- und Finanzausschuss. Die Aula der Realschule Kaarst sei viel zu klein, die Stadtparkhalle werde für den Sport genutzt. „Wir haben eine Traglufthalle in Erwägung gezogen, aber die wäre zu teuer“, erklärte Semmler.

Im Grunde sind zwei mögliche Lösungen übrig, wobei eine davon vage ist und mit hohen Kosten verbunden sein könnte: ein Teil des Auslieferungslagers von Ikea. „Ich bin skeptisch, ob sich das Auslieferungslager rechnen würde“, sagte Semmler. Und Ikea habe nur gesagt, die Stadt könne sich die Räume mal angucken. Eine Zusicherung, dass die Halle nach dem Umzug des Möbelhauses einige Monate länger stehen bleiben würde, gebe es nicht. Ein weiteres mögliches Problem wäre der Brandschutz: Für eine Versammlungsstätte gelten viel strengere Vorschriften als für ein Lager.

„Könnten wir mit der Ikea-Lagerhalle nicht perspektivisch eine Art Stadthalle entwickeln?“

Claudia Köppe, Grüne

Im Haupt- und Finanzausschuss hatte Claudia Köppe (Die Grünen) eine Idee: „Wir brauchen ja eigentlich eine Stadthalle. Die Lagerhalle von Ikea ist relativ neu – könnten wir dort nicht perspektivisch eine Art Stadthalle entwickeln?“

Dieser Vorschlag wurde von den anderen Fraktionen nicht aufgegriffen. Zweite mögliche Alternative zum Albert-Einstein-Forum könnte die Aula des Georg-Büchner-Gymnasiums sein. Das größte Problem bei dieser Location: Statt 500 Besucher im Albert-Einstein-Forum passen dort nur knapp 300 Zuschauer rein. Der Kulturdezernent spricht im Zusammenhang mit dieser Lösung von „der realistischeren Variante“. Monika Hartings (SPD) warnte vor einer Unterbrechung des erfolgreichen Kleinkunstprogramms: „Das würde zahlreiche negative Auswirkungen haben.“

Halle des Möbelhauses hat Vor- und Nachteile

Semmler erklärte, dass in den nächsten Tagen Fachleute vom Technischen Dezernat eine Besichtigung der Ikea-Halle vornehmen werden um unter anderem zu klären, ob und wenn ja mit welchem Aufwand die Vorgaben des Brandschutzes erfüllt werden können. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass das Möbelhaus diese Halle zur Verfügung stellt. Falls dies der Fall ist, wird zwischen dieser Location und der Aula des Vorster Gymnasiums abzuwägen sein. Der Aufwand für die Herrichtung der Halle wird auf jeden Fall größer sein, dafür ist die Kapazität deutlich größer, so dass der Stadt nicht so viele Einnahmen verloren gehen.

Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart hatte sich im Haupt- und Finanzausschuss so geäußert: „Es handelt sich überwiegend um Schönheitsreparaturen im Albert-Einstein-Forum.“ Aber nicht nur: Die Verbesserung des Brandschutzes durch Bildung von Brandschutzabschnitten ist ein großes Thema. „Außerdem“, so Burkhart, „steht noch nicht fest, ob die Lüftungsanlage ertüchtigt werden kann oder ausgetauscht werden muss“.

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