Das könnte für weiteres Chaos sorgen: Nach dem Bereich Am Kehlturm/Hessentordamm ist nun die Bergheimer Straße gesperrt. Eine zweite Groß-Umleitung soll den Verkehr entlasten. Die Verkehrsplaner hoffen auf eine Verlagerung.

Die Bergheimer Straße ist seit Sonntag ebenfalls gesperrt – damit fällt eine wichtige Entlastungsstraße stadtauswärts vorerst weg.
Die Bergheimer Straße ist seit Sonntag ebenfalls gesperrt – damit fällt eine wichtige Entlastungsstraße stadtauswärts vorerst weg.

Die Bergheimer Straße ist seit Sonntag ebenfalls gesperrt – damit fällt eine wichtige Entlastungsstraße stadtauswärts vorerst weg.

L. Berns

Die Bergheimer Straße ist seit Sonntag ebenfalls gesperrt – damit fällt eine wichtige Entlastungsstraße stadtauswärts vorerst weg.

Neuss. Wer im Neusser Stadtgebiet im Straßenverkehr unterwegs ist, muss viel Geduld mitbringen. Nach der Großbaustelle mit der Sperrung im Bereich Batteriestraße/Am Kehlturm/Hessentordamm, die über die Umleitung 31 (U31) umfahren werden kann, hat die Stadt eine zweite Groß-Umleitung eingerichtet: die Umleitung 3 (U3). Der Grund: Für etwa fünf Wochen wird die Bergheimer Straße wegen Bauarbeiten für den Straßenverkehr gesperrt.

„Wir werden die Situation beobachten und abwarten, wie es sich entwickelt.“

Peter Fischer, Pressesprecher der Stadt Neuss

Damit fällt stadtauswärts eine wichtige Entlastungsstraße weg. Laut Amt für Verkehrsangelegenheiten rollen im Schnitt zwischen 6000 und 7000 Fahrzeuge täglich über die Bergheimer Straße – jetzt sind es, abgesehen von dem ein oder anderen Anlieger, lediglich Baufahrzeuge. Der Verkehr wird über die Jülicher Landstraße, auf der es in Spitzenzeiten ohnehin schon zu Staus kommt, umgeleitet.

Zur Entlastung hofft man im Rathaus auch darauf, dass Ortskundige auf andere Wege ausweichen. Peter Fischer vom städtischen Presseamt weist zudem darauf hin, dass die Ampelschaltung optimiert worden sei. „Wir werden die Situation rund um die Bergheimer Straße beobachten und abwarten, wie es sich entwickelt“, erklärt Fischer. Klar sei allerdings, dass es bei Baustellen immer zu Beeinträchtigtungen im Straßenverkehr komme. „Irgendwo wird es dann zäh“, räumt Fischer ein.

Die Frage, die sich viele Autofahrer stellen, zielt jedoch auch auf die städtische Planung. Schließlich belasten zwei dermaßen zentrale Baustellen den Verkehrsfluss merklich. Dass es zur Überschneidung der beiden Baumaßnahmen kommt, war von der Stadt zunächst auch nicht gewollt. Im Grunde hätte der Ausbau im Bereich Am Kehlturm/Hessentordamm/Hessenstraße – dort wird das Radwegenetz ertüchtigt und die noch bestehende Lücke zum Romaneum geschlossen – bereits im vergangenen Jahr erfolgen sollen. Allerdings hatte sich auf die Ausschreibung zunächst keine Firma gemeldet. Von einem Baustart zum Jahresende war dann mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft abgesehen worden. Nun trifft’s die Verkehrsteilnehmer in Neuss für einige Wochen doppelt. Eine erste Reaktion hat es beim Amt für Verkehrsangelegenheiten bereits gegeben: Um an der Batteriestraße früher auf die Umleitung und die Sperrungen hinzuweisen, wurde die große Infotafel etwas mehr in Richtung Hafenstraße versetzt. Damit sollen sich die Autofahrer früher orientieren und auf der richtigen Fahrspur einordnen. Grundsätzlich habe man aber bereits festgestellt, dass sich die Neusser auf die Sperrung inzwischen eingestellt haben. „Abgesehen von den Spitzenzeiten kommt es kaum noch zu größeren Rückstaus“, sagt Fischer.

Der Verkehr habe sich inzwischen etwas verlagert. Auch rund um die Bergheimer Straße setzen die Verkehrsplaner auf diesen Effekt. Weil die Fahrbahn inklusive Unterbau erneuert wird und noch Restarbeiten an den neu gestalteten Gehwegen erledigt werden müssen, ist im Abschnitt zwischen Friedrich-Ebert-Platz und der Kreuzung mit Schiller- und Dreikönigenstraße eine Vollsperrung erforderlich.

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