In der letzten Ratssitzung stellten die Politiker Fragen, die die Verwaltung beantworten muss.

Soll das Jugendzentrum am Eustachiusplatz oder an anderer Stelle errichtet werden? Über diese Frage wird diskutiert.
Soll das Jugendzentrum am Eustachiusplatz oder an anderer Stelle errichtet werden? Über diese Frage wird diskutiert.

Soll das Jugendzentrum am Eustachiusplatz oder an anderer Stelle errichtet werden? Über diese Frage wird diskutiert.

Anja Tinter

Soll das Jugendzentrum am Eustachiusplatz oder an anderer Stelle errichtet werden? Über diese Frage wird diskutiert.

Kaarst. Wo wird das neue Jugendzentrum in Vorst errichtet? Das ist eine der spannenden Fragen, die die Politik in diesem Jahr beantworten muss. Das Fünferbündnis favorisiert nach wie vor einen Standort in der Mitte von Vorst, die CDU liebäugelt mit einem Jugendzentrum in der Nähe der Grundschule. In der letzten Ratssitzung im vergangenen Jahr kam Bewegung in die Diskussion. CDU und Fünferbündnis stellten Fragen, die die Verwaltung jetzt beantworten muss.

Gegner fürchten eine zu große Lärmbelästigung

Auf der Bürgerversammlung Ende September prallten die Meinungen aufeinander. Gegner eines Jugendzentrums in der Ortsmitte – sie befürchten eine zu große Lärmbelästigung – zweifelten an, dass die Umfrage repräsentativ sei. Jugendamtsleiterin Ute Schnur hatte berichtet, dass von 1000 Fragebogen 447 ausgefüllt zurückgesandt wurden; darunter waren 85 Jugendliche aus Kaarst. Karl Prill und Helmut Quade hatten die Initiative „Pro Jugendzentrum Vorst“ gegründet.

„Es geht darum, den Bürgerwillen ernst zu nehmen“, erklärte jetzt Lars Christoph (CDU). Die Initiative habe immerhin 780 Unterschriften gegen ein Jugendzentrum am Rande des Eustachiusplatzes gesammelt. Die CDU beauftragte die Bürgermeisterin deshalb, bei der Sparkasse nachzufragen, ob sie sich eine kleine Lösung ohne Jugendzentrum vorstellen könne. Der Hintergrund: Die Sparkasse möchte ihren jetzigen Standort in Vorst aufgeben und mit einem Investor am Eustachiusplatz neu bauen. In diesem Gebäude könnte auch das Jugendzentrum untergebracht werden, die Stadt wäre dann Mieterin. Darüber hinaus regt die CDU Gespräche mit der Katholischen Kirchengemeinde an, die Trägerin des Jugendzentrums sein wird. Die Frage, um die es konkret geht: Könnte das Jugendzentrum an die bestehenden kirchlichen Räume angebaut werden?

„Dort wird ganz sicher kein Feierzentrum entstehen.“

Christian Gaumitz, Die Grünen

Das Fünferbündnis bewegt sich ebenfalls: „Wir möchten das Jugendzentrum zwar weiterhin in dem zukünftigen Sparkassengebäude haben, möchten aber wissen, ob es Richtung Eustachiusplatz ausgerichtet werden könne und nicht, wie derzeit geplant, Richtung Wohnbebauung im Westen“, erklärte Christian Gaumitz (Die Grünen). Er hält diesen Standort nach wie vor für den besten. „Auf dem Eustachiusplatz treffen sich bereits die jungen Leute, das kommt der ,aufsuchenden Jugendarbeit’ sehr entgegen.“

Gaumitz will Ängste vor zu viel Lärm zu zerstreuen: „Die Jugendarbeit ist in der Regel um 22 Uhr beendet.“ Es werde dort sicherlich auch mal eine Party geben. „Aber dort wird ganz sicher kein Feierzentrum entstehen.“ Und er weist darauf hin: „Im gesamten Stadtgebiet gibt es Jugendzentren, und das funktioniert. Warum also ausgerechnet in Vorst nicht?“ Nach einer ersten Rückmeldung sei der Investor bereit, das Jugendzentrum am Eustachiusplatz zum Platz hin auszurichten.

Jugenddezernent Sebastian Semmler wird allen Anregungen nachgehen und die Fragen beantworten. Das wird voraussichtlich in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 9. März geschehen.

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