Silvester entschied sich auf der Rennbahn das Duell der Galopper-Experten.

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Bei Schmuddelwetter auf der Zielgeraden: der Silvester-Renntag in Neuss.

Bei Schmuddelwetter auf der Zielgeraden: der Silvester-Renntag in Neuss.

Georg Salzburg

Bei Schmuddelwetter auf der Zielgeraden: der Silvester-Renntag in Neuss.

Neuss. Der beste Galopp-Trainer Deutschlands heißt auch in diesem Jahr Christian Freiherr von der Recke. Der 50-jährige Titelverteidiger aus Weilerswist und sein Team konnten beim Silvesterrennen auf der Galopprennbahn den entscheidenden Sieg erzielen.

Trotz des Schmuddelwetters tummelten sich zahlreiche Besucher auf dem Rennbahngelände. Im Wettbüro herrschte reges Treiben. Sieg oder Platz, Favorit oder Außenseiter, das war hier die Frage.

Aufs falsche Pferd gesetzt

Hatte man im wahrsten Sinne des Wortes aufs falsche Pferd gesetzt, war der Ärger dementsprechend groß. Heinz Schulte kommt regelmäßig zu den Rennen. Ab und zu schließt er auch mal eine Wette ab.

„Nach Weihnachten ist das Portemonnaie immer so leer. Da wäre es doch schön, wenn man hier ein paar Euro wieder reinholen könnte“, sagt er schmunzelnd. Am Silvestertag sollte er allerdings kein Glück haben.

Viele Galopperfreunde verfolgten das Geschehen an der Rennstrecke in unmittelbarer Nähe des Zieleinlaufs. Zwischen den Rennen wärmen sie sic!h mit Kaffee und Glühwein auf. Wem es draußen doch zu kalt war, der machte es sich im Restaurant gemütlich und verfolgte den Zweikampf im Trainerchampionat vor dem Monitor.

Zwei Trainer mit 73 Inlandssiegen

Der nächste Renntag findet am Sonntag, 9. Januar, statt.

Einziger Konkurrent von Christian Freiherr von der Recke war Peter Schiergen. Bis zum Saisonschluss hatten sich die beiden ein Kopf-an- Kopf-Rennen geliefert. Beide Trainer konnten 73 Inlandssiege verbuchen. In Neuss sollte sich nun entscheiden, wer der beste Trainer im Land ist.

Von der Recke schickte neun Pferde an den Start, Peter Schiergen, schon im Florida-Urlaub, lediglich drei. Bereits im ersten Rennen ging von der Recke in Führung, als Kerstin Schmitt den Favoriten, den sechsjährigen Bergonzi, über 1900 Meter zum Sieg ritt.

Zum ersten direkten Duell der Konkurrenten kam es im dritten Rennen, beide Trainer hatten je ein Pferd am Start. Die von Schiergen trainierte dreijährige Stute Montanita ging als Favoritin an den Start, lief aber als vierte durchs Ziel.

Als Siegerin geht eine andere von der Bahn – die Stute „So oder So“, die eher eine Außenseiterposition hatte. Damit stand fest, dass von der Recke die Titelverteidigung gelungen war. Schiergen konnte nur noch gleichziehen.

Im fünften Rennen schickte Schiergen dann zwei Pferde ins Feld, darunter als Mitfavoriten Burma Gold, von der Recke ist mit Power vertreten. Doch auch hier hatte ein anderer die Nase vorn. Der Hengst „Christoph Columbus“ gewann mit neun Längen Vorsprung und ließ die Konkurrenz alt aussehen. Das Duell der Trainer war entschieden.

Dank für das Trainerteam

Bei der anschließenden Ehrung, zu der auch Verbandspräsident Albrecht Woeste anreiste, bedankte sich Christian Freiherr von der Recke bei seinem Team. „Drin ist drin, und heute Abend wird gefeiert“, kommentierte er seinen vierten Sieg in Folge.

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