Die Raststätte wird ausgebaut und soll künftig Platz für 88 Lkw bieten - aktuell sind es nur 18.

Die Raststätte wird ausgebaut und soll künftig Platz für 88 Lkw bieten - aktuell sind es nur 18.
An der Raststätte Vierwinden drängen sich die Lastwagen. Bald soll es dort mehr Platz geben.

An der Raststätte Vierwinden drängen sich die Lastwagen. Bald soll es dort mehr Platz geben.

Christian Kandzorra

An der Raststätte Vierwinden drängen sich die Lastwagen. Bald soll es dort mehr Platz geben.

Grevenbroich. Jeden Abend das gleiche Bild: Es wird eng auf den Rastplätzen zwischen den Anschlussstellen Kapellen und Grevenbroich an der A 46. Viele Lkw-Fahrer finden keine Stellplätze, immer wieder blockieren sie mit ihren Gefährten notgedrungen Aus- und Auffahrten, weil sie ihre Ruhezeiten einhalten müssen. Derzeit stehen den Fahrern gerade einmal 18 Stellplätze zur Verfügung. Doch mit dem Platzmangel soll bald Schluss sein – zumindest auf dem Rastplatz Vierwinden-Nord zwischen Kapellen und Grevenbroich in Fahrtrichtung Heinsberg. Das Areal soll für rund sieben Millionen Euro kräftig erweitert werden. „70 zusätzliche Stellplätze für Lkw“, lautet die Ansage, die jetzt in einem Planfeststellungsverfahren verankert ist. Damit soll die Zahl der Stellplätze für Brummis auf 88 steigen. Die neuen Plätze sollen östlich an das bisherige Areal angrenzen.

Der Rastplatz Vierwinden-Süd soll in vier Jahren ausgebaut werden

Der schräg gegenüberliegende Rastplatz Vierwinden-Süd für Fahrer in Richtung Düsseldorf soll in vier bis fünf Jahren ausgebaut werden. Der Startschuss für die Bauarbeiten an der nördlichen der beiden Anlagen soll laut Gerlinde Quack im zweiten Quartal 2019 fallen. Ihr obliegt die planerische Leitung beim Landesbetrieb „Straßen NRW“, der für den Ausbau in Verhandlungen zum Erwerb eines angrenzenden Grundstücks getreten ist. Es soll vier Hektar groß sein – so viel Platz ist für die zusätzlichen Stellflächen nötig. „Der Ausbau wird etwa zwei Jahre dauern“, sagt Gerlinde Quack. Teil der Arbeiten ist auch die Errichtung einer neuen Toilettenanlage. Außerdem steht der Bau von Lärmschutz- und Kanalanlagen, die Installation einer entsprechenden Beleuchtung sowie der Umbau von Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen auf dem Plan.

Die Grevenbroicher Landtagsabgeordnete Heike Troles (CDU) macht darauf aufmerksam, dass es sich um eines von 18 fertiggestellten Planfeststellungsverfahren handelt, die das NRW-Verkehrsministerium im ersten Jahr der neuen Landesregierung auf den Weg bringen konnte.

„Uns ist es wichtig, auch die Belange der Anwohner aus Hemmerden zu berücksichtigen“, betont Troles, die auf die geplante Erweiterung der WC- Anlage für Lkw-Fahrer und eine verlängerte Lärmschutzwand hinweist. Viele Hemmerdener fürchten, dass die Lärmbelastung besonders am späten Sonntagabend zunimmt, wenn sich Lkw-Fahrer nach dem Sonntagsfahrverbot wieder auf den Weg machen – und auf Höhe ihres Ortes beschleunigen. Die Tankstelle und die bisher bestehenden Lkw-Stellplätze sollen während der Bauphase nicht eingeschränkt werden.

„Im Zuge der Baumaßnahme ist eine Verlegung des Lkw-Tankstellenbereichs notwendig, der an einer anderen Stelle des Tankfelds integriert wird“, sagt Janina Bruckmann, Sprecherin der „Autobahn Tank & Rast“-Gruppe, die die Tankstelle und das Restaurant verpachtet hat. Weitere Baumaßnahmen an der eigentlichen Station seien nicht geplant.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer